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Rintelner setzt Belohnung aus

Hinweise zu ertränktem Hund Rintelner setzt Belohnung aus

Rund zwei Dutzend Hinweise zu dem in der Exter ertränkten Hund sind bei der Polizei Rinteln bislang eingegangen. Einer führte die Polizei bereits zu einer verdächtigen Person. Diese bestreitet zwar die Tat, aber die Polizei ermittelt weiter.

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Der Fundort des ertränkten Hundes: Das Staubecken am Unteren Eisenhammer in Exten. Dort trieb der Kadaver im Wasser.

Quelle: pk

Exten/Engern. Um die Ermittlungen zu unterstützen, hat Dietmar Nolting aus Engern jetzt eine Belohnung ausgesetzt. Rechtsanwalt Nolting kam gerade aus dem Urlaub in Spanien zurück, als er von der Schreckenstat erfuhr. „Auf Teneriffa hatte ich noch einen Zeitungsbericht gelesen, der davon handelte, wie jemand seinen Hund bis auf den Kopf eingegraben hatte, um ihn so in der Hitze zu töten“, erzählt Nolting. „Glücklicherweise konnte der Hund noch gerettet werden. Aber ich dachte noch: So was ist in Deutschland undenkbar.“ Zurück in Rinteln wurde er eines Schlechteren belehrt, als er von dem ertränkten Hund in Exten erfuhr.

Nolting, der selbst jahrzehntelang einen Hund hatte, war schockiert. Schließlich fasste er den Entschluss, eine Belohnung auszusetzen. „Wer den entscheidenden Hinweis zur Täteridentifikation gibt, dem garantiere ich eine Belohnung von 200 Euro.“ Wichtig ist ihm, dass der Täter einen „kräftigen Denkzettel“ erhält und bestraft wird. Und: dass andere Menschen, die ähnlich wie der bislang unbekannte Täter ticken, abgeschreckt werden. „Auf Tierquälerei steht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe“, teilt Michael Elbing von der Polizei Rinteln mit. „Die Geldstrafe richtet sich nach dem Einkommen des Täters.“

Von den rund zwei Dutzend Hinweisen seien jedoch nur zwei, drei sachdienlich gewesen. „Aber wir ermitteln weiter“, so Elbing. Mehr wolle er zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Herkunft des Tieres noch immer unbekannt

Da der Hund weder Chip noch Tattoo aufwies, ist seine Herkunft bislang unbekannt. Ob der optisch auffällige Hund – ein kleiner weißer Mischling mit schwarzen Flecken – also aus Exten stammt, ist nicht sicher. Ortsbürgermeister Thorsten Kretzer meint: „Ich kann mir vorstellen, dass da jemand von auswärts seinen Hund getötet hat. Hier in Exten würde man den Hund doch sonst kennen.“ Das Tier wurde vor knapp zwei Wochen im Staubecken des Unteren Eisenhammers gefunden: mit einer mit Steinen beschwerten Kette um den Hals. Die Obduktion ergab, dass der Hund ertränkt wurde.

Dr. Wilhelm Brase vom Veterinäramt Schaumburg hat so einen Fall in seiner rund 30-jährigen Berufslaufbahn noch nicht erlebt. „Dass Leute Tiere töten, einen Hund erschießen, ja, aber ihn zu ertränken? So ein Fall ist mir noch nicht untergekommen.“

Und was sind das für Menschen, die so etwas mit Tieren tun? Darauf weiß auch Brase keine eindeutige Antwort. „Manche Menschen hassen Tiere. Andere lieben an erster Stelle das Tier, dann kommt ganz lange gar nichts – und erst dann irgendwann der Mensch“, sagt Brase.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Rinteln unter der Rufnummer (05751) 95450 entgegen. pk

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