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Rückzug aus persönlichen Gründen

Kommunalwahl Rückzug aus persönlichen Gründen

Mit 117 Stimmen ist der WGA-Kandidat Rolf Schlick aus Rehren in den Auetaler Gemeinderat gewählt worden, doch er hat das Mandat abgelehnt. Für ihn rückt der Bernser Martin Niemeier nach, der 115 Stimmen erhalten hat. Jetzt nennt Schlick seine Gründe.

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Rolf Schlick (links) hat sein WGA-Ratsmandat an Martin Niemeier weitergereicht.

Quelle: tol

Auetal. „Ich habe nach langer Überlegung mein Amt im Gemeinderat an Martin Niemeier weitergereicht. Aus persönlichen Gründen musste ich diese Entscheidung treffen“, so Schlick. Es tue ihm sehr leid für die Wähler, dass er das Vertrauen, das sie in ihn gesetzt haben, nicht erfüllen kann. „Es hat sich nach der Aufstellung für den Gemeinderat einiges in meinem persönlichen Umfeld verändert“, begründete Schlick seinen Schritt und bittet darum, seine Entscheidung zu akzeptieren und Niemeier in dessen Arbeit zu unterstützen.

Der WGA-Vorsitzende Siegbert Held sagte dazu: „Ich respektiere die Entscheidung von Rolf Schlick und freue mich auf eine Zusammenarbeit mit Martin Niemeier.“ Froh sei er darüber, dass Schlick und vor allem auch Jürgen Menke als Rehrener Politiker weiter in der erweiterten WGA-Fraktion mitarbeiten würden. „So werden auch die Interessen der Rehrener Bürger weiter Berücksichtigung finden.“

"Rehrener Wähler müssen sich wundern"

Ganz so sieht das Menke nicht. Er scheiterte bei der Kommunalwahl, erzielte nur 106 Stimmen und zog damit nicht wieder in den Rat ein. „Ich verstehe nicht, warum jemand kandidiert und dann die Wahl nicht annimmt“, sagte Menke auf Nachfrage dieser Zeitung. Vor allem die Rehrener Wähler müssten sich wundern, meint er. „Die Bürger haben ihre Stimmen Rolf Schlick gegeben und nicht Martin Niemeier“, moniert Menke, der darüber verärgert ist, dass die WGA nun in Rehren nicht mit einem Ratsmitglied vertreten ist.

Überrascht war auch Niemeier, als er eine Woche nach der Wahl einen Anruf von Schlick erhielt und erfuhr, dass dieser sein Mandat an ihn weitergeben wolle. „Ich war platt, aber ich freue mich selbstverständlich, dass ich als Nachrücker eine Chance bekomme, in der Politik des Auetals mitzuwirken“, sagt Niemeier.

Erster Wahlantritt des Elektromeisters

Der 55-jährige Elektromeister ist erst seit einem Jahr Mitglied der WGA und erstmals bei einer Kommunalwahl angetreten. „Ich habe mich schon über 115 Stimmen gefreut, war aber auch enttäuscht, dass es nicht gereicht hat“, gibt Niemeier zu. Nun freue er sich auf die neuen Aufgaben. „Ich möchte selbstverständlich auch für die Rehrener Bürger Ansprechpartner sein“, sagte Niemeier. Im östlichen Auetal sei die WGA durch Andreas Tegtmeier gut vertreten – im westlichen Auetal durch Siegbert Held.

Niemeier wünscht sich einen Sitz im Bau- und Umweltausschuss. „Ich kenne das Auetal durch meine Arbeit für die Stadtwerke Rinteln“, begründet er. Beruflich habe er für den Stromversorger immer wieder Berührungspunkte mit dem Wasserbeschaffungsverband, der Gemeinde und dem Bauhof und immer eine enge, gute Zusammenarbeit gepflegt. „Ich kenne mich im Auetal aus, vor allem was Baumaßnahmen angeht. Und mich würde diese Arbeit ganz besonders interessieren. Ich denke auch, dass ich mit meiner Erfahrung neue Impulse setzen kann“, betont der WGA-Politiker. Ein vernünftiges, demokratisches Miteinander ohne parteipolitische Vorgaben sei ihm wichtig. „Eine weitsichtige Finanzplanung soll unseren Kindern ermöglichen, die Lasten der heutigen Entscheidungen tragen zu können“, hatte Niemeier im Wahlkampf gesagt. la

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