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SPD erobert absolute Mehrheit in Steinbergen

Kein Krieg zwischen den Dörfern SPD erobert absolute Mehrheit in Steinbergen

Mit einer komfortablen absoluten Mehrheit kann Ortsbürgermeister Heiner Bartling (SPD) der konstituierenden Sitzung des Ortsrates Steinbergen entspannt entgegensehen. „Ja, ich stelle mich wieder der Wahl“, verriet er vorab. 2011 hatte die SPD ihre absolute Mehrheit verloren, Bartling war damals mit den Stimmen der WGS dennoch zum Dorfoberhaupt gewählt worden.

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Heiner Bartling

Steinbergen. Dass das diesmal nicht nötig gewesen ist, hat Bartling nicht nur seiner eigenen Arbeit zu verdanken. „Ich gebe zu, das hat auch mit der Ungeschicklichkeit der WGS zu tun.“

 Diese hatte den bisherigen Stimmenbringer Artur Böger nicht auf der Liste. „Ich wurde wohl vergessen“, so Böger. 2011 bekam Böger noch 144 Einzelstimmen und konnte über die Personenwahl in den Ortsrat einziehen. Böger ist mittlerweile aus der WGS ausgetreten. Ohne seine Zugkraft konnte die Wählergemeinschaft ihren zweiten Sitz nicht verteidigen. Sie wird künftig nur noch von Dietrich Schramm vertreten.

 Auch die CDU hat in Steinbergen einen Sitz verloren. Sie fiel von 33,5 Prozent auf 29,5 Prozent. Außer durch Udo Schobeß wird die Union künftig von Sascha Gomolzig vertreten. Neu einziehen konnten die Grünen dank 7,4 Prozent der Stimmen mit Sandra Hackmeyer.

 Die Sozialdemokraten sitzen in den nächsten fünf Jahren mit fünf statt bisher vier Ortsräten in dem Gremium. Neu hinzugekommen ist Jens Wienecke (parteilos), Sprecher der Bürgerinitiative Steinbergen. Er konnte auch mit 118 Einzelstimmen ein beachtliches Ergebnis für einen Neueinsteiger hinlegen.

 Stimmenkönig ist bei dieser Wahl nicht Ortsbürgermeister Bartling geworden, sondern Verwaltungsstellenleiter Markus Witt (339 Stimmen). Dennoch will die SPD an ihrem Ortsbürgermeister Bartling festhalten. „Ich bin als Ortsbürgermeister angetreten, deswegen mache ich das auch“, so Bartling. Ob er tatsächlich die gesamten fünf Jahre ausüben möchte, ließ er im Gespräch offen. „Darüber haben wir noch nicht intensiv gesprochen“.

 Gespannt sieht Bartling der Arbeit der neuen Mehrheitsgruppe entgegen. „Mal schauen, wie die CDU ihre vollmundigen Versprechungen wahr machen will, die Steinberger Grundschule in Betrieb zu halten.“ Er wünsche sich natürlich auch, dass im Gebäude weiter eine Schule sei. Von der Idee, Schuleinzugsbereiche zu verändern, sodass in Steinbergen mehr Kinder zur Schule gehen würden, hält er dagegen wenig. „Wer die Einzugsbereiche verändern will, der bewirkt einen Krieg zwischen den Ortsteilen. Sie können nicht die engernschen Eltern durch veränderte Grenzen dazu zwingen, dass sie in Steinbergen zur Schule gehen.“ So einer Änderung würde er nicht zustimmen. Aus pädagogischer Sicht halte er zwei Jahrgänge in einer Klasse auch für falsch. „Der bessere Weg für die Kinder ist eine gut funktionierende Grundschule in Deckbergen.“

 Intensiv wolle er sich dennoch mit der Frage beschäftigen, was mit dem Gebäude der Grundschule im Ortszentrum geschehe, sofern dort keine Schule ist. Auch das Thema Ortsumgehungen nennt Bartling als Betätigungsfeld für 2017. „Unsere Arbeit in dem Gebiet ist ein Teil des Erfolges, dem wir die absolute Mehrheit verdanken.“

 Die Sanierung der Kreuzung werde es weiter notwendig machen, intensiv mit den Bürgern in Kontakt zu treten, um über die Maßnahme und ihren Verlauf zu informieren.

jak

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