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Schloss Arensburg in Flammen

Brandstiftung Schloss Arensburg in Flammen

Großalarm um 6.30 Uhr: Feuer in der Arensburg. Die Schlossklause der Arensburg ist am Donnerstag in den Morgenstunden ausgebrannt. Noch vor Ort wurden zuerst zwei, später vier Jugendliche von der Polizei als Zeugen vernommen.

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Die ehemalige Schlossklause der Arensburg in Steinbergen brennt bei dem Feuer vollständig aus.

Quelle: tol

STEINBERGEN.  Seit Donnerstagnachmittag ermittelt die Staatsanwaltschaft Bückeburg wegen des Verdachts auf Brandstiftung – ob fahrlässig oder beabsichtigt ist Gegenstand der Ermittlungen.

Die Feuerwehr wurde um 6.37 Uhr alarmiert. Es gingen Anrufe bei der Feuerleitstelle in Stadthagen von Autofahrern auf der Autobahn ein, die von der Brücke aus Rauch und Feuer sahen.
Für die großen Feuerwehrfahrzeuge und die Drehleiter aus Rinteln stellte sich ein großes Problem: Weil die Landesstraße zurzeit Baustelle ist, der Radweg erneuert wird, klaffte vor der Einfahrt zur Arensburg ein großes Loch. Das füllten Mitarbeiter des Steinbruchs, die Schotter heranschafften und mit einem Radlader die Auffahrt auffüllten.

Als die Feuerwehren eintrafen, stand der Dachstuhl der Schlossklause bereits in Flammen. Die Feuerwehren konnten zwar das Gebäude nicht retten, dafür die Zehntscheune nebenan, und verhindern, dass die Flammen auf die Arensburg übergriffen. Burg und Klause trennt eine Feuerschutzmauer. Zur Zehntscheune legte die Feuerwehr eine Wasserwand. Wie die Feuerwehr feststellte, war eine Tür zur Schlossklause aufgebrochen worden.

Äußerliche Einflüsse sind auszuschließen

Vor der Arensburg fiel Feuerwehrleuten wie der Polizei ein auffällig dekoriertes Fahrzeug aus Minden auf, deren beide Insassen nicht erklären konnten, was sie dort wollten. Im Gespräch mit der Polizei gaben die beiden dann zu, dass sich noch zwei Freunde auf dem Gelände der Arensburg aufhalten könnten. Daraufhin kämmte die Feuerwehr die ganze Burganlage durch und fand die Gesuchten. Es handelt sich um vier Personen im Alter von 15 und 16 sowie 20 und 21 Jahren.

Die Polizei geht derzeit zumindest von fahrlässiger Brandstiftung aus, denn in der Burg waren Strom und Wasser abgestellt – äußerliche Einflüsse wie etwa Blitze sind ebenfalls auszuschließen. Deswegen hat die Staatsanwaltschaft Bückeburg nun die Ermittlungen übernommen. Allerdings konnten die Brandermittler der Polizei die Schlossklause aufgrund der vorherrschenden Hitze noch nicht betreten.
Vor allem gehe es jetzt um die Frage, was die vier Jugendlichen auf dem Gelände zu suchen hatten und – sollten sie nicht selbst als Täter infrage kommen –, ob sie eventuell etwas gesehen haben.
Im Einsatz waren so gut wie alle Rintelner Feuerwehren. Zuerst die Wehren aus Steinbergen und Deckbergen, dann Rinteln, Westendorf, Schaumburg, Ahe und Engern. Der Zug aus Uchtdorf sorgte für die Verpflegung, Schaumburg für die Atemschutzträger.

Die Schlossklause hatte der ehemalige Arensburg-Besitzer Dieter F. Kindermann als gastronomischen Betrieb ausgebaut und für seine Gäste und Veranstaltungen genutzt. Doch die Küche, Theke sowie alles andere Inventar sind bereits vor rund zehn Jahren ausgebaut worden.

Seitdem die Arensburg leer steht, hatten die wechselnden Eigentümer immer wieder mit Vandalismus zu kämpfen. Rohre und Dachrinnen wurden demontiert. Der SDS-Sicherheitsdienst stellte sogar schon Metall-Diebe noch auf dem Arensburg-Gelände. Zuletzt wuchteten Unbekannte zwei Steinkugeln von ihrem Sockel. wm, jak

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Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr