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Schule soll bleiben

Diskussion um Schulstandort in Steinbergen Schule soll bleiben

„Der Schulstandort Steinbergen soll erhalten bleiben“, das hat Rintelns Erster Stadtrat Jörg Schröder in der jüngsten Sitzung des Ortsrats unmissverständlich deutlich.

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Steinbergen. „Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Rückführung der Steinberger Schüler an den Schulstandort Steinbergen erfolgen“, äußerte sich Falk Beckhausen von der Niedersächsischen Landesschulbehörde zum Konflikt (wir berichteten) zwischen Elternschaft und Schulleitung der Grundschule (GS) Deckbergen.

 Es sei falsch, wenn die Eltern glauben, dass der Wechsel der Schüler der ersten und zweiten Klasse in die GS Deckbergen die Schließung der Außenstelle Steinbergen bedeute, so Schröder. „Nach der derzeitigen Beschlusslage der Stadt sollen alle Schulstandorte im Stadtgebiet nebst Außenstellen erhalten bleiben. Haushaltsmittel dafür sind sowohl im nächsten Haushaltsjahr als auch in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen.“

 Für den Erhalt einer Grundschule brauche es drei Dinge – Gebäude, Personal und Schüler, so Schröder. „Politik und Verwaltung können über Schulstandorte entscheiden, haben aber keinen Einfluss auf die Entwicklung der Schülerzahlen und personelle Dinge. Alle Gremien unterstützen den Erhalt des Schulstandortes Steinbergen“, versicherte Schröder.

 Die vorläufige Entwicklung der Schülerzahlen bis 2020/21 lasse auch darauf schließen, dass die Außenstelle erhalten bleibe. Die Landesschulbehörde müsse nur dafür Sorge tragen, dass genügend Lehrkräfte vorhanden seien.

 Beckhausen ging in seinen Ausführungen noch einmal auf die personellen Engpässe ein. „Als Verantwortliche für die Organisation des Schulbetriebes hat die Schulleitung der GS Deckbergen in Person von Claudia Buschke absolut richtig gehandelt. Ihre Entscheidung, die Steinberger Schüler der ersten und zweiten Klasse in Deckbergen zu integrieren, war aus der Not fehlender Lehrkräfte geboren und wurde mit dem Schulträger und der Landesschulbehörde abgesprochen.“ Laut Beckhausen seien drei Lehrkräfte kurzfristig ausgefallen und konnten nicht ersetzt werden. „Ich habe alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Weder Abordnungen von anderen Schulen noch Vertretungslehrkräfte konnten in der Kürze der Zeit gefunden werden. Und Neueinstellungen setzen ein langwieriges Verfahren voraus“, so Beckhausen.

 „Wenn sich die personelle Lage entspannt hat und zum Halbjahr oder Schuljahresende genügend Lehrkräfte zur Verfügung stehen, könnte über eine Rückführung entschieden werden“, kündigte Buschke, die kommissarische Schulleiterin der GS Deckbergen, an. Voraussetzung für so eine Entscheidung sei, dass sich die Schulgremien, also Leitung und Elternrat, für eine Rückführung aussprechen, unterstrich Beckhausen.

 Bei der Rückführung wären folgende Aspekte zu berücksichtigen: Bereits gebildete Klassenverbände in der ersten und zweiten Klasse am Standort Deckbergen würden aufgelöst und teilweise in eine Kombiklasse 1/2 in Steinbergen überführt. Die Zusammensetzung der Kombiklassen würde sich jedes Schuljahr ändern, weil auch in den nächsten Jahren zu wenige Kinder eingeschult werden und eigenständige Klassen nicht gebildet werden können. Zudem würde jedes Jahr der Klassenlehrer wechseln. Aus pädagogischer Sicht sei das nicht von Vorteil.

 Nach heftiger Diskussion forderte der Ortsrat, dass sich die Stadt für den Erhalt der Außenstelle Steinbergen ausspricht und die Landesschulbehörde auffordert, ausreichend Lehrpersonal für die GS Deckbergen zur Verfügung stellt, um die Schüler der Außenstelle Steinbergen dauerhaft beschulen zu können.  peb

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