Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Startschuss für Dorferneuerung

Strücken Startschuss für Dorferneuerung

Die Ortschaften Krankenhagen-Volksen, Taubenberg und Hohenrode-Strücken sollen und wollen ortsübergreifend ihre äußere sowie innere Entwicklung planen. Mit der Auftaktveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Strücken begann die Dorferneuerung offiziell.

Voriger Artikel
Geplante Ortsumgehung sorgt für Fragen
Nächster Artikel
Heiße Spur zu Besitzer

Horst Kotowski und Susanne Stern-Bergmeier aus Krankenhagen markieren mit farbigen Stecknadeln die Standorte ihrer Wohnungen.

Quelle: who

Strücken. Das von öffentlichen Fördermitteln und ehrenamtlichem Engagement getragene Zukunftsprojekt läuft unter dem Arbeitstitel „Dorfverbundplanung Dorfregion Rintelner Staatsforst“.

Bis zu den ersten sicht- und fühlbaren Ergebnissen werde es aber noch viel zu tun geben, machte Achim Heger, Ortsbürgermeister von Hohenrode-Strücken, als Hausherr und Gastgeber zu Beginn der Bürgerversammlung deutlich. „Jetzt müssen wir die Ärmel hochkrempeln und Gas geben.“

Aber vorrangig geht es zurzeit noch darum, Vorschläge und Anregungen der Menschen aus den drei Ortschaften zusammenzutragen – um ein Konzept maßschneidern zu können, das sich an den realen Bedürfnissen der Bewohner orientiert.

Dabei ist der Rahmen für Fördermöglichkeiten so weit gesteckt, dass es noch weitere Versammlungen brauchen wird, um die Möglichkeiten auszuloten beziehungsweise in vorlagereife Anträge zu fassen. Nächste Gelegenheit dazu ist ein Workshop-Tag für mitwirkungsinteressierte Bürger am Sonnabend, 23. April, im Bürgerhaus in Uchtdorf, forderte Michael Brinschwitz zum persönlichen Engagement auf. Der Diplom-Ingenieur mit Tätigkeitsfeld als Stadt-, Raum- und Umweltplaner aus Hannover ist Moderator der Dorfverbundplanung und informierte mit Günter Korf vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser zum aktuellen Sachstand.

Als Anregung und Wegweiser für Bürgervorschläge gab er als Generallinie aus, dass das Förderprogramm zum Beispiel Dorfgemeinschaftshäuser „und alles, was das Dorfleben bereichert“, abdecke. Darin seien unter anderem die Ansiedlung von Ärzten auf dem Lande, die Umnutzung von Gebäuden im privaten Bereich wie beispielsweise von Scheunen zu Hofcafés (mit möglichen Beträgen von bis zu 150000 Euro) sowie Fassaden- und Dacherneuerungen enthalten. Selbst Eigenleistung könne gefördert werden. Allerdings empfehle es sich, Anträge zeitnah einzureichen, da sich die Förderbedingungen jederzeit ändern könnten.

Das Förderprogramm habe die Schaffung und den Erhalt einer „Wohlfühlkultur“ für das Leben in dörflicher Umgebung zum Ziel, gab Planer Brinschwitz den Zuhörern im Dorfgemeinschaftshaus als Denkanstoß zur Vorbereitung auf den Workshop in Uchtdorf mit auf den Weg. Anmeldungen für das Treffen im Bürgerhaus könnten noch bis zum 15. April an die Rintelner Stadtverwaltung gerichtet werden.

Insgesamt biete die Dorfverbundplanung für die Orte im Förderbereich Rintelner Staatsforst ein großes Feld für das Einbringen von Vorschlägen und die Realisierung zahlreicher Teilprojekte, regte auch der Rintelner Bürgermeister Thomas Priemer zum Nachdenken und aktiven Mitwirken an. In Summe solle die Dorfverbundplanung die Lebensqualität auf den Dörfern stärken und bewahren. Unter anderem das Beispiel des Landkreises Holzminden zeige, wie negativ sich vor allem der demografische Wandel auf die Lebensqualität auswirken könne, zeigte Korf anhand nackter Zahlen auf. So habe Holzminden innerhalb weniger Jahrzehnte über 20000 seiner ehemals 92000 Einwohner verloren.

„Jetzt haben wir Zeitdruck“, mahnte Priemer zum Handeln. In Bezug auf die Entwicklung der Einwohnerzahlen im Bereich der Staatsforst-Dörfer sieht es aber nicht schlecht aus, wie er mit „realen Zahlen der Stadt Rinteln“ belegte. Denn Uchtdorf und Friedrichswald können sogar einen leichten Anstieg von 658 auf 678 Einwohner beziehungsweise von 125 auf 142 Personen verzeichnen. Lediglich die Einwohnerzahl von Krankenhagen sei leicht zurückgegangen, und zwar von 1954 auf 1920 Personen. Priemer gab sich optimistisch: „Manchmal sind die Botschaften nicht so düster, wie sie vorausgesagt wurden.“ who

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg