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Teilung Todenmanns sorgt für Ärger

Anwohner kritisieren Planung Teilung Todenmanns sorgt für Ärger

Unmut bei den Anwohnern: Um von einer Seite der Baustelle in Todenmann auf die andere zu gelangen, müssen sie als Autofahrer seit der Vollsperrung einen Umweg von zehn Kilometern in Kauf nehmen – wenn sie keine Regeln brechen möchten: Da sich der Verkehr seinen Weg durch die Eisberger Nebenstraßen suchte, hat die nordrheinwestfälische Polizei diese weiträumig abgesperrt und kontrolliert die erteilten Durchfahrtsverbote nun auch regelmäßig.

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Todenmann. Das hat Folgen, beispielsweise für die Tierarztpraxis an der Alten Poststraße. Tierärztin Katja Röckemann darf die gesperrten Straßen auch in medizinischen Notfällen nicht benutzen. „Wir haben nachgefragt, aber Tiere gelten in unserem Rechtssystem leider nur als Sachgegenstände und können somit keinen Notfall auslösen.“ Durch die hohen Patienteneinbußen musste sie außerdem die Stunden einer ihrer Mitarbeiterinnen reduzieren.

 Ähnliche Probleme hat das Gasthaus Zur Linde, das zurzeit genau am Ende der Baustelle liegt. „Durch die Sperrung verlieren wir viele Gäste aus Rinteln, die den Umweg nicht in Kauf nehmen wollen“, klagt Inhaberin Ulrike Droste. „Gleichzeitig gehen die Bauarbeiten kaum voran. Trotz eines milden Winters war wochenlang kein Mensch auf der Baustelle zu sehen.“

 Diesen Punkt sieht Walter Steuber ebenfalls: „Es geht nur langsam voran. Die Geschwindigkeit der Bauarbeiten gleicht weniger einem ICE als einer Dampflok aus dem vorletzten Jahrhundert.“ Seine Arztpraxis liegt vor der Baustelle und ist deshalb trotz der Arbeiten aus Rinteln gut erreichbar. Trotzdem: „Diese permanente Teilung des Dorfes ist nicht schön.“

 Doch die Bauarbeiten sollen nach wie vor im Oktober abgeschlossen sein. „Anfang des Jahres gab es zwar eine wetterbedingte Pause, und jetzt sind einige defekte Hausanschlussleitungen aufgetaucht, die erneuert werden müssen, doch das ist im Zeitplan mit vorgesehen“, erklärt Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

 Die Vollsperrung sieht er als nötig an. „Eine Teilsperrung birgt zum einen Gefahren für die Bauarbeiter; zum anderen gehen die Arbeiten langsamer voran, weil die Baufahrzeuge sich in den fließenden Verkehr einreihen müssen.“

 Auch Ortsbürgermeister Uwe Vogt nimmt die Baufirma in Schutz. „Natürlich kann mal etwas schieflaufen.“ Aber inzwischen würden die Arbeiter abends sogar länger machen, damit sie im Zeitplan bleiben. „Und den Umweg müssen wir alle machen.“

 Mitten in der Baustelle wohnt Dieter Höfig. Für den Weg zur Arbeit und zurück muss er täglich 20 Kilometer mehr fahren. „Das ist nicht schön“, sagt er. „Aber der Zustand der alten Straße war ebenfalls nicht schön.“ Wenn man langfristig etwas Besseres haben möchte, müsse man kurzfristig auch mal bereit sein, etwas kürzerzutreten.

 „Die Leute vor Ort geben sich jede Mühe, um ihren Job vernünftig zu machen“, erkennt auch Jörg Senne an, obwohl sein Elektrogeschäft Kruse von Einbußen betroffen ist. „Hier im Laden ist wesentlich weniger los.“ Klar sei die Baustelle nervig, aber: „Wir werden es nicht ändern.“

 10 Kilometer Umweg, nur um von einer Seite der Baustelle auf die andere zu kommen: Die Baustelle in Todenmann sorgt für Probleme. Besonders schlimm ist das für die Tierärztin Katja Röckemann. Selbst bei Notfällen darf sie die gesperrte Straße nicht nutzen. „Tiere sind in unserem Rechtssystem leider nur Sachgegenstände.“

 Noch bis Oktober soll in Todenmann gearbeitet werden. jak

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