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Todenmanner Ortsrat mit großer Beteiligung

Warten auf das Ende der Bauphase Todenmanner Ortsrat mit großer Beteiligung

Ist da etwa Aufruhr im Anzug? Ortsbürgermeister Uwe Vogt blickte etwas beunruhigt drein, als sich die Zuschauerplätze bei der Todenmanner Ortsratsitzung mit rund 30 Bürgern zu füllen begannen.

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Fehlende Stabilität: Die Gabionen am Kirschweg müssen noch einmal neu errichtet werden.

Quelle: cm

Doch diese Sorge erwies sich als unbegründet. Die Tagesordnung war zügig abgearbeitet. Über einen lange vorbereiteten Wechsel in den eigenen Ortsratsreihen (neu dabei: Frank Mottulla), die Verteilung der Zuschüsse an die dörflichen Vereine und die Zurkenntnisnahme zweier privater Bauvorhaben musste nicht lange diskutiert werden.

Auch die darauf folgende Bürgersprechstunde wurde keine Plattform für Protest und Unmutsäußerungen, wie man es angesichts des Todenmanner Dauerproblems „Sperrung der Ortsdurchfahrt“ hätte erwarten können. Es blieb still im Saal. Unter den Einwohnern schien sich Resignation und Mutlosigkeit, was die eigenen Einflussmöglichkeiten bei den Straßenbauarbeiten angeht, breitgemacht zu haben.

Niedergeschlagene Stimmung im Ort

Verwaltungsstellenleiter Helmuth Künnecke meinte, die derzeit eher niedergeschlagene Stimmung im Ort rühre von der allgemeinen Einschätzung „Da kann man sowieso nichts machen“ her. Die einzige Bitte, die geäußert wurde, war die, eine besonders schlammige Senke im Fußgängerbereich zu schottern. Das zeigte, wie bescheiden die Todenmanner in puncto Verbesserungsvorschläge geworden sind.

Auch Vogt strahlte eine gewisse Schicksalsergebenheit aus. Die Hoffnung, man könne die Fortschritte bei der Sanierung der Dorfdurchfahrt durch die anhaltende Komplettsperrung beschleunigen, habe sich als trügerisch erwiesen. Immer neue Pannen und Rückschläge hätten das Vertrauen der Bevölkerung in die ausführende Firma erschüttert. „Erst musste eine neu verlegte Rinne wieder aufgenommen werden. Dann stellte sich heraus, dass unter dem fertig gebauten Fußweg noch ein Telekomkabel fehlte. Gerade werden die Gabionen Ecke Kirschenweg wieder abgebaut. Konstruktionsfehler. Und der versprochene Flyer mit Telefonnummern von Ansprechpartnern ist auch bis heute nicht aufgetaucht“, klagte der Ortsbürgermeister.

Anlass für Spekulationen gibt derzeit ein personeller Wechsel bei der Leitung der Baustelle. „Mit Michael Abraham, der bisher zuständig war, sind die Anwohner gut zurechtgekommen“, so Verwaltungsstellenleiter Künnecke. „Der hat sich sehr bemüht, den Betroffenen das Leben leichter zu machen, und zum Beispiel die Zeiten, wo man nicht aufs eigene Grundstück fahren konnte, möglichst kurz gehalten.“

Da über die Hintergründe der firmeninternen Entscheidung nichts bekannt ist, brodelt jetzt die Gerüchteküche. „Ist Herr Abraham aus Firmensicht zu sehr auf die Wünsche der Anwohner eingegangen? Muss da jetzt mit einer Verschlechterung gerechnet werden?“, lautete eine bange Frage der Anwohner.

Typische Schwierigkeiten für Straßenbauer

Ein kurzes Gespräch mit dem „Neuen“, dem Schachtmeister im Tiefbau Kevin Larkin, vermittelte jedoch den Eindruck, dass auch dieser durchaus ansprechbar für alle Belange vor Ort sein könnte. „Auf unseren Plänen waren die Zuleitungen für Strom und Telefon in der der Einfahrt eingezeichnet. Der Hausbesitzer wusste aber zum Glück noch ganz genau, dass sie einige Meter weiter vorne verlaufen.“ Das seien so ganz typische Schwierigkeiten, mit denen Straßenbauer im Alltag zu kämpfen hätten, meinte Larkin. „Das Sanieren einer Straße ist nicht viel anders als das Sanieren eines alten Hauses. Wenn man einmal anfängt, zu graben, weiß man nicht, auf was für Probleme man noch stoßen wird.“ Für Außenstehende sei dann oft gar nicht ersichtlich, was die Weiterarbeit gerade kompliziert mache. „Sie müssten einmal für zwei Wochen mitarbeiten“, schlug der Schachtmeister scherzhaft vor. „Dann würden Sie unsere Schwierigkeiten besser verstehen.“

Gespräche mit Anliegern zeigten, dass mit den ersten Frühlingsblumen anscheinend auch die Hoffnung der Todenmanner wieder ein bisschen zu sprießen beginnt. „Es scheint wohl jetzt voranzugehen“, war da zu hören. Auch Künnemann betonte: „Bei aller Kritik sind wir uns in Todenmann doch über eines einig. Wir sind froh, dass die Straße erneuert wird. Wenn nur die Bauphase erst einmal überstanden wäre.“ cm

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