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Tuberkulose in Steinbergen

Gesundheitsamt bestätigt Tuberkulose in Steinbergen

Im Wohnheim des Deutschen Roten Kreuzes in Steinbergen ist ein Fall von Tuberkulose (Tb) aufgetreten. Das hat das Gesundheitsamt des Landkreises Schaumburg auf Nachfrage bestätigt. Es handele sich hierbei um einen Fall der offenen Tuberkulose.

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STEINBERGEN.  Hierbei können die Bakterien bereits im Husten des Betroffenen nachgewiesen werden, so Dr. Jörg Fedderke, Leiter des Gesundheitsamtes.

Der Patient – „im berufsfähigen Alter“ – werde derzeit behandelt. Behandelt werden kann eine Tb mit einer Kombination aus verschiedenen Medikamenten, die oft über Monate hinweg genommen werden müssen.

Gerade bei Heimbewohnern „muss man aufpassen, dass sie die Medikamente regelmäßig nehmen“, so Fedderke. Die Zusammenarbeit mit dem DRK-Heim klappe aber reibungslos.

Tuberkulose ist ansteckend, daher musste gleich nach Diagnose geklärt werden: Wer hatte in den vergangenen Monaten wie lange Kontakt zum Betroffenen? Wer muss untersucht werden, ob dort auch eine Tb vorliegen könnte?

Detektivarbeit 

„Was die Gesundheitsaufseherinnen leisten müssen, gleicht Detektivarbeit“, so Fedderke. Menschen, die von Tuberkulose befallen sind, werden schließlich nicht sofort krank. „Bei einer Grippe geht das von einen Tag auf den anderen“, sagt Fedderke – bei Tuberkulose kann das aber Monate dauern.

Gerade in einer recht geschlossenen Einrichtung wie einem Heim werde der Radius der eventuell betroffenen Personen großzügig berechnet. Von diesen Personen wird eine Liste erstellt für die sogenannte Umgebungsuntersuchung. Diese Personen werden ebenfalls untersucht und geröntgt. Dies geschieht nach Richtlinien des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose, so Fedderke. Nach sechs Monaten gebe es eine zweite Untersuchung. Der betroffene Patient darf erst wieder aus der Klinik zurückkehren, wenn die Tuberkulose nicht mehr offen ist, so Fedderke weiter.

Tuberkulose ist noch längst nicht ausgerottet: Aus dem „Bericht zur Epidemiologie der Tuberkulose“ des Robert-Koch-Instituts geht hervor, dass es pro Jahr eine Handvoll Fälle im Landkreis Schaumburg gibt. Fünf Mal trat die Krankheit im Jahr 2013 auf, zwei Mal 2014 und vier Mal 2015. Niedersachsen liegt unter dem Bundesdurchschnitt: Demnach erkranken 4,2 Personen pro 100000 Einwohner, der Schnitt liegt bei 7,3 Personen. mld

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