Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Über 60 Minuten für Fahrt in die Stadt

Ortsrat Taubenberg Über 60 Minuten für Fahrt in die Stadt

Das Anrufsammeltaxi (AST) ist mal wieder Thema bei der jüngsten Sitzung des Ortsrates Taubenberg gewesen: Der Ortsrat solle eine Sachdarstellung zum AST lediglich zur Kenntnis nehmen, doch aus den Äußerungen der Ortsratsmitglieder geht hervor, wie frustrierend die Situation in Goldbeck ist. 

Voriger Artikel
Was tun gegen Motorradlärm?
Nächster Artikel
Der Etatgibt noch etwas her
Quelle: pr.

Taubenberg. Eigentlich soll das Anrufsammeltaxi ein ergänzendes Angebot im öffentlichen Nahverkehr sein. Seit August 2016 soll es zwischen der Kernstadt und den Ortsteilen Hohenrode/Strücken sowie Friedrichswald/Wennenkamp unterstützen, wenn der zeitliche Abstand zwischen den Busverbindungen in die Kernstadt mehr als zwei Stunden beträgt. So ist es aus der Sachdarstellung herauszulesen.

Weiter heißt es dort: Von Goldbeck aus sei die Kernstadt mit Bussen, Anruf-Linienbussen und dem AST in einem Takt von ein bis zwei Stunden zu erreichen. Allerdings müsse man im Extertal umsteigen. Inklusive Wartezeit betrage die Fahrtzeit von Goldbeck nach Rinteln damit „im Durchschnitt 52 Minuten“. Die Rückfahrt dauere im Schnitt 67 Minuten.

Situation zu verbessern?

Ließe sich diese Situation verbessern? „Die Verkehrsbetriebe Extertal (Die VBE organisieren das Anrufsammeltaxi, Anm. d. Red.) sehen aufgrund der bestehenden Verbindung keine große Chance, eine zusätzliche Verbindung auch tagsüber Richtung Rinteln einzurichten“, heißt es in der Sachdarstellung. Dass es das Anrufsammeltaxi überhaupt gebe, gehe zumindest aus den Fahrplänen in Goldbeck nicht hervor, so der stellvertretende Ortsbürgermeister Markus Meier. Außerdem sei der Fahrplan „unübersichtlich“. Er sei zudem von Senioren angesprochen worden: Diese würden gern mal abends zu kulturellen Veranstaltungen in den Brückentorsaal.

„Aber das ist beinahe unmöglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln“, so Meier. Einzige Möglichkeiten sind dann noch Mitfahrgelegenheit – oder ein teures Taxi. Gleiches gelte für den Weg ins Bürgerbüro. Gerade Senioren, die wenig Geld zur Verfügung haben, schränke diese Situation stark ein: „Die kommen schlecht weg.“ Daher sei die Auskunft der Verkehrsbetriebe „im höchsten Maße unbefriedigend“. Wer dann doch auf die Verkehrsbetriebe angewiesen sei, um nach Rinteln zu kommen, der könne über die VBE übrigens keinerlei Informationen über Anschlüsse nach Bückeburg bekommen, so Ortsbürgermeister Bodo Budde. Dies sei nämlich wiederum ein anderer Verkehrsbetrieb. „Wer nach Bückeburg und zurückkommen will, der braucht beide Fahrpläne komplett“, so Budde kopfschüttelnd. Die Fahrtzeiten nach Rinteln stimmten außerdem auch nicht; oft betrügen die „über 80 oder 90 Minuten“. mld

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr