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Und wer darf hier angeln?

Hohenrode Und wer darf hier angeln?

Eigentlich klingt an der Hohenroder Auenlandschaft alles nach friedlicher Idylle. Und doch: Hinter den Kulissen ist ein Zwist entbrannt. Es geht um die schlichte Frage: Wer darf künftig an den Hohenroder Kiesseen fischen?

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Trotz Zwist um ihren Lebensraum sind diese Esel Besuchern gegenüber sehr aufgeschlossen.

Quelle: rnk

Hohenrode. Die Rintelner Ortsgruppe des Natur- und Umweltschutzbundes (Nabu) und die Weserfischereigenossenschaft sind sich in dieser Frage uneins. Ein Schlichtungstermin bei der Kreisverwaltung in Stadthagen ist kürzlich verstrichen; ob und wann es ein klärendes Gespräch zwischen den Parteien geben wird, ist derzeit offen.

Im Grunde geht es um den Widerspruch von Eigentum und Nutzungsrechten. Der Nabu ist zwar Eigentümer der Kiesseen, doch er darf nicht selbst darüber bestimmen, wer dort angeln darf. Denn: Laut Niedersächsischem Fischereigesetz ist die Vergabe der Fischereipacht genossenschaftlich organisiert. Das heißt: An der Weser und ihren Überschwemmungsgebieten, zu denen die Auenlandschaft gehört, liegt die Entscheidung bei der Fischereigenossenschaft, die ein Zusammenschluss aller Wassergrundstückseigentümer ist, an wen die Fischereirechte verpachtet werden.

Neben dem Nabu, der als Eigentümer selbst großes Interesse an der Pacht der Fischereirechte hat, soll es auch noch weitere Interessenten geben: Fischereivereine aus der Region, die an den Seen gerne Freizeitangeln würden.

Aus Sicht des Nabu, der seltenen Pflanzen und Tieren eine Heimat in den Weserauen bieten will, geht eine Verpachtung an Fischereivereine aber zu weit. Grundsätzlich zeigt Nabu-Vorsitzender Nick Büscher zwar Verständnis für die Interessen der Fischerei. Es sei kein Problem, dass an bestimmten Teilen der Auenlandschaft geangelt werden dürfe, sagt er. Aber das sollte kontrolliert vonstatten gehen. „Es sollte schon in unserer Hand liegen“, meint Büscher zur Intensität der Angler-Besuche an den Kiesseen. Die Fischereigenossenschaft hält sich auf Anfrage unserer Zeitung bedeckt. „Wir befinden uns in einem schwebenden Verfahren“, ist dazu vom neuen Vorsitzenden der Fischereigenossenschaft, Andreas Grossmann, zu hören. Grossmann ist Bürgermeister in Emmerthal. Die Gemeinde ist drittgrößter Grundstückseigentümer innerhalb der Genossenschaft, zu der auch der Rintelner Nabu gehört.

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