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Unruhige Zeiten schweißen zusammen

Schermbeck / Jahrestreffen Unruhige Zeiten schweißen zusammen

Dieser Zusammenhalt ist schon ungewöhnlich: Die 1954 gegründete Luhdener Maschinenfabrik Nottmeyer gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr, aber die ehemaligen Mitarbeiter treffen sich zumindest noch einmal alljährlich im Schützenhaus des SV Kleinenbremen Ost-Schermbeck.

Schermbeck. Als in Luhden nach einigen Turbulenzen vor mehr als einem Jahrzehnt die Tore endgültig geschlossen wurden, suchten sich etliche ausscheidende Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz im heimischen Raum. Aber immerhin 45 wechselten noch zur Firma MAW-Montagetechnik in Herford, einem Betrieb, der unter anderem den Service für in Luhden hergestellte Holzbearbeitungsmaschinen übernahm.

 Für sie folgte eine insgesamt doch recht unruhige Zeit mit wechselnden Firmen und Standorten. Einige fanden sich zum Schluss bei dem Unternehmen Weeke Montagetechnik im Raum Gütersloh wieder. Derzeit arbeiten dort noch sechs „Ehemalige“ aus dem Stamm der Firmen Nottmeyer und MAW.

 Im September verabschiedete sich dort auch Wilfried Nagel in den Ruhestand. Er hatte 1964 in Luhden seine Lehre als Maschinenschlosser begonnen und arbeitete zuletzt bei Weeke als Service-Leiter.

 Nagel ist aber weiterhin noch Schützenchef in Schermbeck. Und deshalb hatte er die Ruheständler und die noch aktiven Kollegen wieder zum Treffen in sein Schützenhaus eingeladen. Mitten unter ihnen als Ältester der 89-jährige Willi Büscher, der schon beim Start der Maschinenfabrik Nottmeyer in Luhden mit von der Partie war.

 Noch heute arbeiten in Deutschland und in vielen Teilen der Welt Anlagen, die einst in Luhden oder bei den Nachfolgeunternehmen gebaut worden sind. „Das macht uns stolz, aber auch traurig, wenn man an die Entwicklung unseres früheren Betriebes denkt“, sagte ein Teilnehmer des Treffens in Schermbeck.

 Nicht nur Erinnerungen wurden ausgetauscht, es gab noch einen Luftgewehr-Wettbewerb. Den Wanderpokal holte sich diesmal Sven Steiner mit 95 Ringen. Und schließlich sorgte noch ein fleißiger Griller dafür, dass es keine knurrenden Mägen gab. sig

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