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Verkehrschaos und Wartezeiten

Sperrung der B83 in Steinbergen Verkehrschaos und Wartezeiten

Das „Einfahrt verboten“-Schild auf der B83 in Steinbergen Richtung Westendorf erzürnt viele Autofahrer. Vor allem in Steinbergen ist der Ärger groß, herrscht dort bereits seit dem Wochenende ein Verkehrschaos aufgrund umherirrender Fahrer von außerhalb. Die Arbeiten dauern noch bis Weihnachten.

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Viele Autofahrer reagieren verwirrt auf die Absperrung der B 83 von Steinbergen in Richtung Westendorf. Dass die Straße am Freitag zur Einbahnstraße geworden ist, empfinden die Anwohner als Schikane. 

Quelle: pr.

STEINBERGEN.. Zudem wurde die Straße bereits am vergangenen Freitag gesperrt, obwohl die Arbeiten erst am darauffolgenden Montagmorgen begannen.

 „Schon klasse, dass viele Pendler morgens nichts davon wissen und zum Feierabend dann vor vollendete Tatsachen gestellt werden“, regt sich ein Facebook-Nutzer auf. „Reine Schikane, dass heute schon dichtgemacht wurde“, echauffiert sich eine Rintelnerin. „Liebe Baustellen-Chefs, vielleicht solltet Ihr Euch mal Gedanken machen, wie umständlich es ist, sein Kind morgens nach Steinbergen in den Kindergarten zu bringen und dann diesen blöden Umweg über Engern nehmen zu müssen“, findet eine Mutter klare Worte.

Lange Wartezeiten

 Jürgen Lentz wohnt in Steinbergen und ist ebenfalls sauer. Er lebt in einem südlichen Wohngebiet und erlebt täglich mit, wie Autofahrer mit der Sperrung umgehen. „Viele haben krampfhaft versucht, einen Weg nach Hameln zu finden, und sind dabei mitten im Ort gestrandet“, so Lentz. Die Folge: Staus, waghalsige Wendemanöver, viel zu hohes Tempo auf Straßen, in denen nur 30 Stundenkilometer erlaubt sind. Außerdem kam es zu langen Wartezeiten beim Abbiegen von der Beekebreite und Am Fuchsort auf die B238 in Richtung Rinteln. „Wir Steinberger waren eingeschlossen“, empört sich Lentz. Nicht nur Autos mit Hamelner Kennzeichen, Kennzeichen aus ganz Deutschland seien unter den „Irrfahrern“ gewesen.

 Viele hätten versucht, die Straßensperrungen zu umgehen, indem sie Schleichwege über die Felder nehmen, anstatt der Umleitung über Engern zu folgen. Zum Teil versuchten Autofahrer auf Wegen, die nur für den landwirtschaftlichen Verkehr gedacht sind, nach Westendorf zu kommen. Landwirte scheuchten manche wieder zurück, was auf schmalen Feldwegen zu skurrilen Wendemanövern führte. „Die haben wirklich alles versucht“, sagt Lentz.

Schlichtweg ignoriert

 Das kann auch Markus Brockmann, Leiter der Landesverkehrsbehörde in Hameln, bestätigen: Er sei Freitag und Sonntag vor Ort gewesen und habe gesehen, dass Autofahrer das „Einfahrt verboten“-Schild schlichtweg ignorierten. „Sehr erstaunlich“, sagt Brockmann.

 Die Sperrung sei notwendig weil ab Montag Fahrbahndecke und Gleitschutzwand aus Beton abgefräst und abtransportiert wurden. Die Fahrbahn war zu uneben geworden, so Brockmann. Diese Arbeiten sollen „noch diese und nächste Woche“ dauern. Außerdem werde in der letzten Woche vor Weihnachten die neue Fahrbahndecke aufgebracht.

 Die Arbeiten seien von vorneherein beim aktuellen Baustellenabschnitt eingeplant gewesen, so Brockmann. Es habe sich angeboten, den Bereich jetzt zur Einbahnstraße zu machen, um es nächstes Jahr nicht wieder sperren zu müssen. Weil die Fräsarbeiten am Montagmorgen schon früh starten sollten, wurde bereits am Freitag gesperrt. Sonst hätten die eigentlichen Arbeiten erst mittags anfangen können, heißt es von Brockmann und der ausführenden Firma B.A.S. mld

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