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Vom Pech verfolgt

Baustelle in Todenmann Vom Pech verfolgt

Die endgültige Fertigstellung der Hauptstraße im Kirschendorf verzögert sich erneut. Schuld ist diesmal das Wetter.  „Ich habe mich heute Morgen so geärgert“, sagte Polier Kevin Larkin gestern, und das, obwohl die Asphaltkolonne zwischen der Einmündung Fülmer Straße und dem Friedhof ordentlich „Dampf“ machte.

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Gestern brachte der Asphaltfertiger (r.) die Tragschicht zwischen Fülmer Straße und Friedhof auf. Wann die Deckschicht die Hauptstraße zieren wird, ist ungewiss.

Quelle: jan

TODENMANN. Pech für die Planer: Der Schnee und die mit ihm einhergehende Nässe erlaubten Maschinen und Bauarbeitern zwar das Aufbringen der Tragschicht, doch aus dem für Donnerstag und Freitag vorgesehenen Fertigstellen der vier Zentimeter dicken Deckschicht zwischen Bödekers Brink und Ortsausgang wird vorerst nichts.

„Es ist zu feucht“, erklärte Bauleiter Henrik Notthoff, der am Dienstag selbst auf der Dauerbaustelle war. „Der Bitumenkleber, der die grobe Asphalttragschicht mit der feinen Deckschicht verbinden soll, würde nicht haften. Da kann man nichts machen, wenn das Wetter nicht mitspielt.“ Die Anlieger würden wohl nicht böse sein, mutmaßte er, denn die könnten die Straße ja, im Fahrkomfort zwar eingeschränkt durch fehlende vier Zentimeter Asphalt, immerhin benutzen.

Die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt für den Durchgangsverkehr sei zuletzt ohnehin bis Ende November vorgesehen gewesen, sagte Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Behörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, gestern auf Anfrage. „Wenn sich die endgültige Fertigstellung der Straße um vielleicht eine Woche verschiebt, ist das noch kein Grund, Alarm zu schlagen.“ Wäre nicht Nässe, sondern eine zu geringe Bodentemperatur das Problem, also Frost statt Schnee oder Dauerregen, und wäre absehbar, dass das Aufbringen der Deckschicht daran scheitern und der ultimative Fertigstellungstermin nicht einzuhalten sein würde, dann, so Brockmann, könnte man über den Einsatz von Heizstrahlern nachdenken. Kein Witz: Es gibt fahrbare, großflächig wirkende Heizstrahler mit einem Außenmaß von rund vier Quadratmetern, die – in 30 Zentimeter Höhenabstand über den kalten Boden bewegt – dessen Temperatur kurzzeitig so stark anheben können, dass der Bitumenkleber Haftung findet. „Bei einer Umgebungstemperatur um die null Grad ist so ein Vorheizen relativ gut möglich“, sagte Brockmann.

Gestern wurde der Asphaltfertiger noch in den Einmündungen der Nebenstraßen eingesetzt. Wie der weitere Bauverlauf sein wird, ist derzeit nach Auskunft der Verantwortlichen ungewiss.  jan

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