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Von Goldwäsche bis Fossiliengießen

Steinbergen Von Goldwäsche bis Fossiliengießen

Ein ständiger Wechsel von Nieselschauern und kurzen sonnigen Phasen bei zeitweise starkem böigen Wind hat am Sonnabend den Saison-Eröffnungstag in der Erlebniswelt Steinzeichen begleitet.

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 Jule Schlutter ist als „Ziegen-Patin“ ständiger Gast in der Erlebniswelt Steinzeichen. Regelmäßig kümmert sie sich um ein bestimmtes Tier und hat auch von Anfang an mitverfolgt, wie die jungen Lämmer dieser Saison aufwachsen. 

Quelle: Foto: who

Steinbergen. „Das wird schon noch und wenn nicht heute, dann eben beim nächsten Besuch“, lautet der feste Entschluss zum Wiederkommen der meisten kleinen und erwachsenen Besucher beim Abschied nach Stunden prallen Freizeiterlebens.

 Die entspannte Anlaufphase bei vergleichsweise noch mäßigem Besuch kam dem Großteil der Gäste sichtlich gelegen. War damit doch viel Raum, um auszuprobieren und zu entdecken an den zahlreichen Stationen des Erlebnispfades. „Wir sind zum ersten und bestimmt nicht zum letzten Mal hier gewesen“, versicherten Sabine und Stephan Redder stellvertretend für andere. Das Ehepaar aus Bad Oeynhausen hatte seinem Sohn Jonas den Besuch im Steinzeichen zum Geburtstag am 28. März geschenkt. Der Zehnjährige und seine Freunde fühlen sich kurz vor dem Aufbruch noch wie zu Zeiten des Goldrausches am Yukon. Begeistert waschen sie kurz vor der Heimfahrt mit ihren Sieben glänzende Flitter aus dem Sand im Wasserstrom. „Wir haben kaum das Mittagessen geschafft, so viel gab es hier zu entdecken“, spricht Stephan Redder für seinen Sohn, der sich wie seine Freunde noch nicht vom Gold im Wasser trennen kann.

 So ähnlich wie den Goldwäschern geht es auch Henry Schulze aus Porta Westfalica-Holzhausen. Er ist kürzlich sieben Jahre alt geworden und seine Großeltern haben ihm zum Geburtstag die Feier mit seinen Freunden im Steinzeichen spendiert. Unter Anleitung der Animateurin Ulrike Baum aus Rinteln malen sie eifrig Nachbildungen von urzeitlichen Fossilien aus Gips an, den sie zu Beginn des Rundgangs in Formen gegossen haben.

 Andere Kinder sind vor allem interessiert an lebenden Tieren. So steht die kleine Sarah Bicker aus Bad Pyrmont fasziniert, wenn auch noch ein wenig zurückhaltend, vor der putzmunteren Ziegenherde. Die hat längst entdeckt, dass sich der Stall problemlos über die Treppe verlassen lässt, die eigentlich für die Betreuer bestimmt ist. Um Leckerbissen bettelnd umringen die Tiere die Mädchen, denen es besonders die putzigen kleinen Lämmer angetan haben. Nur Sarah traut sich noch nicht, sich ihnen über einen gewissen Sicherheitsabstand hinaus zu nähern. In Jule Schlutter findet sie den passenden Beistand. Denn: Die junge Rintelnerin, die mit ihrem Vater im Park unterwegs ist, hat als Ziegen-Patin Erfahrung mit den neugierigen Tieren. Sie weiß, wenn die Leckerli ausgegangen sind, dann werden die Tiere ungeduldig und zudringlich. Aber die Lämmer lassen sich auch auf den Arm nehmen, zeigt Jule der Besucherin. Nur wenn die Zicklein genug von gut gemeinten Streicheleinheiten haben und plötzlich lauthals nach ihrer Mama schreien, dann wird es Zeit, sie wieder laufen zu lassen, lernt Sarah von Jule fürs nächste Mal. Denn wiederkommen, das will auch sie.

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