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Vor den Kopf gestoßen

Neuer Ortsvorsteher in Borstel Vor den Kopf gestoßen

Florian Schmidt wird neuer Ortsvorsteher in Borstel. Völlig überrascht davon wurde der noch amtierende Borsteler Ortsvorsteher Hans-Werner Gerber. Er wollte eigentlich weiter dieses Amt ausführen, nur für den Rat hatte er nicht mehr kandidiert (wir berichteten).

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Florian Schmidt

BORSTEL. Davon, dass Schmidt in seine Fußstapfen treten soll, erfuhr er durch einen Anruf dieser Zeitung.

„Das wäre mir ganz neu. Mit mir hat niemand gesprochen. Es war doch klar, dass ich als Ortsvorsteher weitermache, auch wenn Florian Schmidt in den Rat gewählt worden wäre“, sagte Gerber, der sich völlig überrumpelt von der Nachricht zeigte. „Das macht mich jetzt doch ärgerlich, und ich muss erst mal überlegen, wie ich damit umgehe. Die Borsteler waren davon ausgegangen, dass ich weiter ihr Ortsvorsteher bleibe“, so der 74-Jährige.

Der 20-jährige Schmidt war bei der Kommunalwahl für die SPD angetreten, hatte es aber auf Anhieb nicht in den Rat geschafft. Lediglich 61 Stimmen erhielt der Borsteler insgesamt, davon 46 in seinem Heimatort. Trotzdem holte die SPD durch Stimmen für Rüdiger Teich und Manfred Spenner die klare Mehrheit in Borstel – nämlich 310 Stimmen – und hat damit das Vorschlagsrecht für den Ortsvorsteher.

„Wir haben mit Florian Schmidt gesprochen, und da er sich gerne für Borstel einsetzen möchte und wir der Meinung sind, dass die jungen, engagierten Menschen unterstützt werden sollten, haben wir beschlossen, den 20-Jährigen als Ortsvorsteher vorzuschlagen“, sagte der SPD-Vorsitzende, Axel Arndt, auf Anfrage dieser Zeitung.

„Ich freue mich auf die Aufgaben als Ortsvorsteher"

Dass Gerber von dem Schritt noch nicht informiert wurde, sei ihm überhaupt nicht bewusst gewesen. Er wolle ihn aber anrufen. Gerber ist ein SPD-Urgestein der Auetaler Kommunalpolitik. Seit 1986 – also seit 30 Jahren – ist er im Gemeinderat tätig und seit 2001 Ratsvorsitzender. Ebenso lange ist er Ortsvorsteher in Borstel. In diesem Amt hatte er noch eine Menge Pläne. Eigentlich wollte er noch einige Jahre weitermachen. „So war das besprochen und bislang hat mir auch niemand etwas anderes mitgeteilt“, sagte Gerber, der über dieses Vorgehen seiner Parteigenossen ziemlich verärgert ist.

„Ich freue mich auf die Aufgaben als Ortsvorsteher und möchte mich für die Borsteler einsetzen“, sagte Schmidt auf Anfrage dieser Zeitung. Er wolle sich politisch und sozial engagieren – und da das mit der Wahl in den Rat noch nicht geklappt habe, freue er sich, diese Möglichkeit zu bekommen. „Der SPD-Vorstand hat mich gefragt, ob ich diese Aufgabe übernehmen würde, und ich habe gerne zugesagt“, so Schmidt.

Im Kommunalwahlkampf hatte er sich für den Ausbau der Freizeit- und Sportaktivitäten eingesetzt, für die Verbesserung des Breitbandnetzes auf das Niveau der heutigen Zeit und auf den kontinuierlichen Ausbau und die Erneuerung der Straßen und Wege für mehr Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Auch Problemlösungen gegen die Hochwassergefahren in Borstel möchte Schmidt finden. Als Ortsvorsteher wird er Sprechstunden einrichten. la

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