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Vorsicht, Gefahr im Engpass!

Steinberger Kreuzung Vorsicht, Gefahr im Engpass!

Nach einer Woche Verzögerung wird der B83-Geradeausverkehr seit Donnerstag jeweils einspurig, dicht aneinander vorbei, durch den neuen Fahrbahn-Verschwenker geleitet, der sich mitten auf der Steinberger Kreuzung befindet. Damit kann die Firma Oevermann nun endlich voll durchstarten – in Bauphase 2.

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Granate gesprengt

Bauarbeiter beim Verbreitern der Fahrbahn.

Quelle: jan

STEINBERGEN. Die Fahrstreifen wurden am Mittwoch durch provisorisch angebaute Asphaltflächen so verbreitert, dass auch ein Lkw-Begegnungsverkehr problemlos möglich ist. Sowohl die räumliche Enge auf den noch befahrbaren Kreuzungsabschnitten als auch die fehlenden Fahrbahnmarkierungen hatten dazu geführt, dass die Bauphase 2 mit „Plan B“ sozusagen in abgespeckter Variante begonnen werden musste (wir berichteten).

Abgefräst ist mittlerweile auch der linke Fahrstreifen der B83 in Fahrtrichtung Bad Eilsen/Autobahn. Sobald der Verkehr am Donnerstag durch den Verschwenker auf der Kreuzung fließen konnte – laut Projektingenieur Holger Fröhlingsdorf vom Landesstraßenbauamt war das ursprünglich erst für den Freitag geplant –, wurde auch die rechte Geradeausspur der B83 in Richtung Bad Eilsen/Autobahn im Streckenabschnitt längs der Einmündung L442 (Arensburger Straße) für den Kfz-Verkehr gesperrt.

Verführung zum Verkehrssünder

Für Tempo in der Sache hatte – wer sonst? – Oevermann-Polier Andreas Taubert („Manchmal muss ich mich eben benehmen wie ein Bulldozer“) am Donnerstagmorgen gesorgt. Beim Besuch unserer Zeitung strahlte der Thüringer: „Ich hab‘ ein bisschen vorgezogen“ – bevor er mit etwas, das aussah wie ein verspätetes Mittagessen, in Richtung „Villa“ entschwand. So nennt er das marode Eckhaus, früher Altenpflegeheim, in dem sich die Baufirma sporadisch eingerichtet hat.

Nicht allein Taubert freute sich über die neue Verkehrsführung. Auch andere (Autofahrer nämlich) erkannten ihren Vorteil. Kaum war eben jene neue Verkehrsführung wenige Stunden alt, da verführte sie so manchen Autofahrer, vom braven Familienkarossenlenker zum Verkehrssünder zu mutieren.

Und das geht so: Wer mit dem Auto, aus Richtung Hameln kommend, in Westendorf die Abfahrt Richtung Rinteln verpasst hat, der kann jetzt, weil sein Fahrstreifen parallel zum Gegenverkehr schräg über die Kreuzung führt, die aufgeklebte durchgezogene Mittellinie ignorieren und – unter nicht unerheblicher Gefährdung sowohl der nachfolgenden als auch der entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer – in dieser Tempo-30-Zone per Spontanmanöver nach links auf die B238-Kurve Richtung Steinbergen/Rinteln abbiegen. Da sind (Fast-)Zusammenstöße programmiert. Kommt dann obendrein noch ein Falschfahrer aus der Kurve heraus auf die Kreuzung, wird’s ganz eng. Besondere Umsicht kann an dieser Stelle also ein Schutzengel sein.  jan

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A 2-Baustelle während Umbauzeit – muss das sein?

Für Verwunderung bei so manchen Zeitung lesenden Autofahrern sorgt eine Autobahnbaustelle quasi vor der Haustür. Hatte der Leiter des Landesstraßenbauamtes, Geschäftsbereich Hameln, Markus Brockmann, bei Beginn der Umbauarbeiten auf der Steinberger Kreuzung noch geradezu beschworen, es werde während der gesamten Dauer des Umbaus zumindest im Nahbereich keine Baustelle auf der A 2 geben, so müssen Autobahnbenutzer seit einigen Tagen zwischen Höhe Deckberger Pass und der Abfahrt Eilsen Ost mit nur noch zwei Fahrspuren zurechtkommen. Dort befindet sich eine Baustelle. Auf Anfrage sagte Brockmann, es handele sich dabei um Gewährleistungsarbeiten an Gabionen-Lärmschutzwänden, die „sich nicht verhindern ließen“. Der Hamelner Behördenchef gab im Gespräch mit unserer Zeitung zu, dies sei „nicht so schön“.

Immerhin sind von den Auswirkungen der Großbaustelle in Steinbergen im Hinblick auf den andauernden Umleitungs- und Ausweichverkehr sowie auf folgenreiche Straßensperrungen weite Teile des unmittelbaren Umlandes ohnehin stark betroffen. Da führen Verkehrsstörungen auf der Autobahn, insbesondere bei Staubildung nach Unfällen, zeitweise zu ausgesprochen lästigen Verkehrssituationen für alle Beteiligten. „Dreimal haben wir während der Bauzeit in Steinbergen Autobahnunfälle gehabt“, erinnerte Brockmann. Und mit Blick auf die unerwünschte A 2-Baustelle sagte er: „Das sind Sachen, die wir nicht gebrauchen können.“

Zwar gehe die Verkehrsbelastung auf der Autobahn derzeit leicht zurück, dennoch: „Wir haben keine Ventile mehr.“ Ob da im Zweifelsfall die vor der Autobahnabfahrt Bad Nenndorf aufgestellte LED-Tafel mit entsprechendem Umleitungshinweis weiterhilft? Brockmann schätzt, dass die Arbeiten an der Lärmschutzwand bis Ende Juli erledigt sein werden, und hofft: „Vielleicht sind die auch schneller.“  jan

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