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Warmer Geldregen aus Brüssel

Dorferneuerungen Warmer Geldregen aus Brüssel

„Dorferneuerung“ hat das große Füllhorn der EU geheißen, das den Rintelner Ortsteilen – bei einer Gegenfinanzierung durch die Stadt – gepflasterte Straßen, neue Beleuchtung und Gebäudesanierungen beschert hat.

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Am Kindergarten in Deckbergen ist angebaut worden.

Quelle: wm

Deckbergen. Erst kamen Steinbergen, Goldbeck, dann Hohenrode an die Reihe. Die Deckberger, Westendorfer und Schaumburger mussten am längsten warten.

Erst spät ist die Dorferneuerung für Deckbergen, Schaumburg und Westendorf von der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften in Hannover (GLL) genehmigt worden. Dafür läuft erst jetzt das Programm aus – mit der Sanierung der Dalienstraße und der Westendorfer Straße, mit der demnächst begonnen werden soll. Eckhard Hülm, Gisela Stasitzek und Karl Heinz Buchholz schauten sich mit weiteren SPD-Mitgliedern die abgeschlossenen und noch geplanten Projekte an.

Buchholz listete auf, was in Schaumburg, Deckbergen und Westendorf über EU-Mittel realisiert worden ist: so im Rahmen der Schulwegsicherung der Gehweg an der Ostendorfer Straße und die Sanierung des Kindergartens Deckbergen, der einen Glasanbau mit Sandstein-Front erhalten hat. Das neue Foyer verbindet die beiden Flügel des Gebäudes.

Ein „großer Brocken“ mit Gesamtkosten von 170000 Euro war der Ausbau der Pastor-Spanuth-Straße und der Straße Am Thie mit der großen Natursteinmauer. Dann folgten der Hessenweg, die Brunnenstraße, der Gehweg an der Rosenthaler Straße, die Gartenriede, der Alte Schulweg und die Ulanenstraße. Im Rahmen des ländlichen Wegebaus wurden außerdem der Verbindungsweg Westendorf-Deckbergen, der Korbmacherweg und Bauernbrink instandgesetzt.

Richtigen Dorfplatz geschaffen

Am Thie habe man einen richtigen Dorfplatz geschaffen, eine Außenfläche, die auch vom Kindergarten genutzt werden könne.

Unter dem Strich sind damit rund 1,3 Millionen Euro in Deckbergen, Schaumburg und Westendorf investiert worden, allein 660000 Euro kamen von der Stadt Rinteln.

Dazu müsste man eigentlich noch die Leader-Pojekte zählen, betonte Buchholz, wie die Anlage des Qualitätswanderweges rund um die Schaumburg, die Zufahrt zur Paschenburg und die Wanderwegekarte.

Eine der ersten Baumaßnahmen mit EU-Unterstützung, damals noch abgewickelt über das Amt für Agrarstruktur (später das Amt für Landentwicklung) sei übrigens die Sanierung der Heinekampbrücke in Rinteln gewesen, erinnerte Buchholz. Einfach deshalb, weil man bei der Stadt bereits fertige Pläne in der Schublade gehabt und sofort habe loslegen können.

„Mit am meisten profitiert hat Steinbergen von der Dorfsanierung“, sagt Buchholz heute, denn das habe der Stadt die Möglichkeit geboten, die Kanalisation im Dorf grundlegend zu modernisieren.

Weiterer Sanierungsbedarf

Ein Gang durch den sanierten Ortskern in Deckbergen rund um die Kirche mit neuer Mauer zeigt allerdings auch, dass private Investitionen nicht in allen Straßen mitgezogen haben oder mitziehen konnten. Man sieht auch verwahrloste Grundstücke und Häuser, die saniert werden müssten.

Beim Rundgang kamen logischerweise auch die aktuellen Projekte im Dorf zur Sprache: Wie geht es mit dem Kindergarten weiter?

Einen Anbau hielten alle nicht für die optimale Lösung, einen Neubau für besser, wenn auch teurer. Hülm betonte, als häufigste Kritik bekomme er zu hören, dass der Kindergarten kein Mittagessen und keine Ganztagsbetreuung anbiete.

Möglich wäre auch eine gemeinsame Lösung mit der Grundschule Deckbergen. Dort wird es bereits ab dem neuen Schuljahr eine Ganztagsbetreuung geben. Auch die CDU hält übrigens die Option Neubau für nicht abwegig. Entscheiden wird jetzt der Ortsrat und Stadtrat in neuer Besetzung.

Was macht der neue 220000 Euro teure zweite Sportplatz? Antwort: Der Rasen muss noch geschont werden, noch hat kein Spiel stattgefunden. wm

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