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Warmes Badewasser dank Biogas?

Ausbau des Blockheizkraftwerks Warmes Badewasser dank Biogas?

Schwimmen in 26 Grad warmem Wasser, und zwar von Anfang Mai bis Ende Oktober, das könnte in Rolfshagen in der nächsten Freibadsaison Realität werden.

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Heinrich-Jürgen Ebeling an seinem Container, der ein Blockheizkraftwerk beherbergt. Dahinter soll ein Zweiter aufgestellt werden.

Quelle: la

ROLFSHAGEN. „Wir planen, eine Leitung vom Blockheizkraftwerk neben dem Familienzentrum über die Kirchstraße und den Horstsiek in Richtung Freibad zu verlegen“, erklärte Heinrich-Jürgen Ebeling, der mit seinem Sohn Henrik die Biogasanlage in Rolfshagen betreibt, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wenn das Bad daran angeschlossen würde, könnten wir das Wasser durch die Biogasanlage auf 26 Grad und mehr erwärmen.“

Die Kosten für die Gemeinde würden sich in Grenzen halten, da die Leitung von den Ebelings ohnehin verlegt wird. „Wir wollen einige Häuser an unsere Anlage anschließen. Es haben sich zahlreiche private Interessenten gemeldet“, so Ebeling. Für Badegäste würde das bedeuten, dass das Sonnentalbad die Öffnungszeiten deutlich erweitern könnte. Von Anfang Mai bis Ende Oktober könnten Wasserratten das Badevergnügen genießen – egal, wie niedrig die Außentemperatur ist.

In Wolfhagen bei Kassel gibt es seit einem Jahr ein Freibad, das über eine Biogasanlage beheizt wird. „Wir haben uns dort erkundigt. Alles läuft prima.“

Die Gemeinde Auetal müsste sich für das Sonnentalbad ohnehin Gedanken über das Beheizen machen, denn die Absorbermatten halten vermutlich nicht mehr länger als zwei Jahre. Zudem stehen regelmäßig kleinere Reparaturen an. Am Donnerstag, 14. Juli, ab 17 Uhr tagt der Umwelt- und Bauausschuss der Gemeinde im Spiegelsaal der Alten Molkerei in Rehren. Dann steht eine geplante Änderung und Erweiterung der Biogasanlage auf der Tagesordnung. Die Familie Ebeling möchte ihre Anlage optimieren und dazu zwei weitere Blockheizkraftwerke aufstellen lassen – , eines auf dem Gelände der Biogasanlage und eines neben dem bestehenden auf der Wiese am Familienzentrum. Die installierte Feuerungswärmeleistung steigt damit von 500 auf 1200 Kilowatt.

Ziele sind die flexiblere Einspeisung zur Abdeckung von Bedarfsspitzen und die Direktvermarktung von elektrischer Energie im öffentlichen Energienetz. Bauliche Veränderungen an der Biogasanlage müssen nicht vorgenommen werden. „Es werden nur die beiden Container aufgestellt und die Anschlüsse und Trafos angepasst“, so Ebeling. Auch mehr Biomasse werde nicht benötigt. „Es ist nur eine Optimierung der vorhandenen Anlage, die seit Ende 2011 reibungslos läuft“, erläutert der Landwirt.

Eine Bauausschusssitzung während der Sommerferien ist außergewöhnlich. Warum diese einberufen wurde, erklärt Bürgermeister Heinz Kraschewski: „Das hat nichts mit der Biogasanlage zu tun. Wir müssen im nichtöffentlichen Teil der Sitzung die Aufträge für die Kirchstraße vergeben, denn dort drängt die Zeit wirklich. Und wenn schon eine Sitzung einberufen ist, können wir auch über diesen sicher völlig unstrittigen Punkt abstimmen.“

Für Ebeling ist ein Okay zum jetzigen Zeitpunkt wichtig, denn „selbstverständlich“ möchte er die Leitung an der Kirchstraße im Rahmen der Bauarbeiten verlegen lassen. „Es wäre doch völlig irrsinnig, wenn die Straße saniert und ausgebaut wird und wir ein halbes Jahr später alles wieder aufreißen ließen, um die Wärmeleitung zu verlegen.“ Daher möchte Ebeling am Donnerstag auch das Projekt Freibad-Heizung vorstellen und eventuell mit den Ausschussmitgliedern in Bälde einen Ausflug nach Wolfhagen unternehmen .la

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