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Wasser abkochen bald nicht mehr nötig

Wasserverband Nordschaumburg Wasser abkochen bald nicht mehr nötig

Der Wasserverband Nordschaumburg investiert in die Trinkwasserversorgung im Auetal mehr als eine halbe Million Euro. Derzeit wird zwischen Rehren und Escher eine neue Trinkwasserleitung gebaut.

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AUETAL. „Der Wasserverband Nordschaumburg stellt im Bereich der Gemeinde Auetal die Trinkwasserversorgung für 2200 Grundstücke und dort ansässige Kunden sicher. Zur Verbesserung der Netzstruktur und Versorgungssicherheit wird derzeit zwischen Rehren und Escher gebaut“, erklärte Werner Volker, Geschäftsführer des Wasserverbandes auf Anfrage unserer Zeitung. Die Verbindungsleitung werde zwischen der Straße Am Bültenbrink in Escher und der Sandstraße in Rehren im Seitenbereich des dort vorhandenen Wirtschaftsweges verlegt. Der Streckenabschnitt hat eine Länge von gut 1000 Metern.

Die beauftragte Fachfirma Meier aus Hessisch Oldendorf führt die Baumaßnahme aus und setzt dabei das Horizontalbohrverfahren ein. Die Leitung besteht aus HDPE-Rohren. Die Baukosten belaufen sich auf rund 130000 Euro. Mitte August soll die Leitung, nach einer Dichtheitsprüfung und einer labortechnischen Untersuchung auf Keime, in Betrieb genommen werden.

Neubau statt Sanierung

In Bernsen hat es im vergangenen Jahr immer wieder Probleme mit Kolibakterien gegeben. „Unsere Kunden sollen das Wasser nicht mehr abkochen müssen. Daher haben wir eine Sanierung und Modernisierung des Trinkwasserbehälters in Bernsen geplant“, so Volker.

Bei einer genauen Untersuchung des erdüberdeckten Trinkwasserbehälters wurde festgestellt, dass Bau-, Maschinen- und Elektrotechnik aus den fünfziger und sechziger Jahren vorhanden ist. Eine Sanierung des Trinkwasserbehälters wäre mindestens ebenso teuer geworden wie ein Neubau, und so entschied der Wasserverband Nordschaumburg, unterhalb des bestehenden Behälters einen Neubau mit zwei stehenden zylinderförmigen Edelstahl-Speicherbehältern zu errichten. Das Nutzvolumen soll insgesamt 150 Kubikmeter (150000 Liter) betragen.

Bau startet spätestens im Herbst

Beide Speicherbehälter werden in einem geschlossenen Gebäude eingehaust. Dafür ist ist eine Holzrahmenkonstruktion geplant, wobei die Fassade mit einer Deckelschalung aus unbehandeltem Lärchenholz verkleidet wird. „Das Bauwerk wird insgesamt harmonisch der Landschaft angepasst und entspricht energetisch dem heutigen Standard“, verspricht Volker.

Der Bauantrag liegt dem Landkreis Schaumburg derzeit zur Genehmigung vor.

„Der Baubeginn ist für spätestens Herbst dieses Jahres geplant, ist aber von der Genehmigung des Landkreises abhängig“, sagte der Geschäftsführer des Wasserverbandes. Die Edelstahl-Speicherbehälter werden in einem Werk gefertigt und mit Schwerlasttransportern angeliefert. Im Vorfeld müsse daher der vorhandene Wirtschaftsweg ausgebaut werden. Die Anlieger werden rechtzeitig informiert. Mit der Fertigstellung des neuen Trinkwasserspeicherbehälters wird, abhängig von den Witterungsverhältnissen, im ersten Halbjahr 2018 gerechnet. Die Gesamtkosten kalkuliert der Wasserverband mit 430000 Euro. la

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