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Wenn das Kind besondere Hilfe braucht

Exten/Landkreis Wenn das Kind besondere Hilfe braucht

„Der erste Schritt ist der schwerste“, weiß Ursula Büthe, Kindertagesstätten-Fachberaterin des Landkreises Schaumburg. „Sich selbst und anderen einzugestehen, dass das eigene Kind besonderer Unterstützung bedarf, das fällt Eltern oft erst mal schwer.

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 Franzeska, Kyee und Valentin haben Spaß in der integrativen Ganztagsgruppe der Kindertagesstätte „MinniMax“

Quelle: cm

Exten/Landkreis (cm). “ Ist diese Hürde genommen, können sich Eltern in Rinteln jedoch auf ein funktionierendes Hilfesystem verlassen, und auch für einen guten Zugang zu Informationen ist gesorgt. Gerade wurde in Extener Kindertagesstätte (Kita) „MinniMax“ die aktualisierte dritte Auflage des „Regionalen Konzeptes für die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung“ der Öffentlichkeit präsentiert.

 Ein informatives Heft stellt die drei Rintelner Einrichtungen vor, die über Integrationsgruppen verfügen. Plätze für Kinder mit Entwicklungsverzögerung oder einer Behinderung bieten die Kinderkrippe „Wichtelburg“, der Oberlin-Kindergarten und die Kita „MinniMax“. Rat suchende Eltern finden in dem Heft zudem Informationen über Anträge und Verfahren, die mit der besonderen Förderung in Verbindung stehen. Ein ausführlicher Teil mit Ansprechpartnern in den unterschiedlichen Bereichen ergänzt den Ratgeber, der ab sofort in Kindergärten, Kinderarztpraxen und Beratungsstellen ausliegen soll.

 Gemäß dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ liegt der Nutzen dieses Konzeptes nicht allein im gelungenen Produkt. Schon das gemeinsame Erarbeiten selbst war für alle Beteiligten wertvoll. Die Gruppe, die – koordiniert von Büthe – das Konzept überarbeitete, besteht aus Fachleuten unterschiedlicher Bereiche. Heilpädagoginnen, Einrichtungsleiterinnen, Elternvertreter, Mitarbeiter von Stadt, Sozial-, Jugendamt und Gesundheitsamt sowie Grundschulen, auch Therapeuten aus dem logopädischen und ergotherapeutischen Bereich nahmen an den Treffen teil. So konnten die unterschiedlichen Blickwinkel und Problemstellungen berücksichtigt werden, und es entstand ein echtes Netzwerk. Man kennt sich, und das kommt den Kindern zugute.

 In der Elementarerziehung gibt es für die Integration verlässliche Regelungen. Ab zwei Kindern mit Förderbedarf wird eine zusätzliche heilpädagogische Kraft für die Gruppe angestellt und die Gruppengröße verringert. Im Arbeitsalltag ist zudem die Möglichkeit vorgesehen, dass sich die für ein Kind zuständigen Erwachsenen – wie Erzieher, Therapeuten, eventuelle Fachberater und Eltern – zusammensetzen, um über Probleme und Lösungsansätze zu sprechen.

 Angespannter scheint die Situation in den Grundschulen zu sein, ist von Leiterseite zu hören. Auch dort gebe es den Wunsch, für jedes Kind das Beste tun, doch setze die personelle Ausstattung den eigenen Ansprüchen Grenzen. Es besteht noch Nachbesserungsbedarf.

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