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Wer hatte die Idee mit dem Zelt?

Todenmann Wer hatte die Idee mit dem Zelt?

Vor 50 Jahren war Grundsteinlegung für die Josua-Stegmann-Kapelle, zwei Jahre später Einweihung. „Das erste Datum veranlasste mich, in diesem Jahr mit der Aufarbeitung der Geschichte zu beginnen“, erklärt die frühere Pastorin des Kirschendorfes, Karin Gerhardt.

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Ein Denkmal ihrer Zeit: Die Josua-Stegmann-Kapelle in Todenmann wird 2016 bereits 50 Jahre alt.

Quelle: dil

Todenmann. Das zweite Datum setzt sie unter Druck: Zur Erinnerung an die Einweihung am 30. Oktober 1966 will sie eine Chronik vorlegen. Eine Schar von zehn Interessenten macht bisher bei den Kapellengesprächen mit.

 „Ich will ein Stück Erinnerungskultur betreiben. Denn was wir jetzt nicht sammeln und aufschreiben, ist in einigen Jahren weg und vergessen.“ Im Januar traf sich der Gesprächskreis zum ersten Mal, am 26. November wird es das vorerst letzte Mal sein. Bisher wurden Fragen gesammelt, Bilder kamen nicht zusammen. Im Winter beginnt die Arbeit in Archiven, verrät Gerhardt.

 Erforschen will sie, wer zum Beispiel auf die Idee gekommen ist, in Todenmann eine Kapelle zu bauen, die die Form eines Zeltes hat: „Die Architektur steht für einen Aufbruch und löste damals ungläubiges Staunen aus. Diese Kapelle ist ein gelungenes Beispiel für Kirchenarchitektur nach 1945.“ In ihren Inneren befänden sich Werke von Künstlern, die später weltweit ausgestellt haben. „Bei einem Besuch des Fördervereins ‚Luthers Fünf‘ kamen wir deshalb auf die Idee, Schätze in Rintelner Kirchen nach und nach im Gemeindebrief ,Einblicke‘ vorzustellen. So geschieht es nun in jedem Heft.“

 Gerhardt nennt Beispiele für diese inneren Schätze in der Kapelle in Todenmann: Fenster:

 „1997 wurden die Kirchenfenster nach einem Entwurf von Owald Krause-Rischard aus Gevelsberg eingebaut. Dazu brachte die kleine Kapellengemeinde von nur rund 1200 Mitgliedern im Zeitraum von fünf Jahren die beachtliche Spendensumme von 44000 Mark auf.“ Kreuz:

 „Altarkreuz und Kerzenhalter wurden von Künstler Hermann Jünger entworfen. Dieser stellte seine Werke national und international aus.“

 Weitere Künstlernamen sind Friedrich Marby (Silberarbeiten: Abendmahlsgeräte und Taufschale) und Margret Neureuther für die Textilkunst.

 Die Gemeinde Todenmann stellte dem Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg einen Teil des alten Schulgrundstücks zur Verfügung – mit der Auflage, innerhalb eines Jahres eine Kirche zu bauen. „So entstand sie schneller als der Bau des Johannis-Kirchzentrums, den Superintendent Eckels zuerst vorhatte. Motor dieser Entwicklung war der Todenmanner Bürgermeister Karl Korff. 1964 war Grundsteinlegung, 1965 Richtfest und am 1966 Weihe der Kapelle und Übergabe an die Gemeinde. Zunächst hatte das Gebäude noch kleine Fenster aus normalem Glas, erst 1996 kamen die künstlerischen.“

 Für Januar 2015 plant Gerhardt einen Gemeindeabend zum Kapellenjubiläum. Sie will einen Aufruf an die Einwohner starten, Geschichten zur Kapelle zu schicken. „Unter den Einsendern verlosen wir drei Gutscheine für eine Festschrift in 2016.“ Auf der Homepage der Kapellengemeinde www.kg-todenmann.de sollen die Fortschritte der Erinnerungsarbeit dargestellt werden. dil

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