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Wer muss wie viel zahlen?

Ausbau der Rehre Wer muss wie viel zahlen?

Von der Straße aus sieht man nur einen großen Erdhügel. Dieser markiert, wo zwischen Ahe und Engern der nächste große Kiesteich direkt an der Weser entsteht. Es ist für das Kiesschiff nur eine kurze Fahrt bis zum Werk von Ahe-Weserkies in Engern.

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Hier entsteht der nächste große Kiessee zwischen Ahe und Engern.

Quelle: wm

Engern. Ortsbürgermeister Dieter Horn, der regelmäßig am neu entstehenden See mit dem Schwimmbagger vorbeischaut, verrät, dass er seine Meinung zum Kiesabbau geändert habe, seit in Hohenrode die Auelandschaft unter Regie des Naturschutzbundes entstanden ist. Früher sei er ein entschiedener Gegner der Auskiesung gewesen, sehe aber heute, dass dadurch auch neue Naturräume mit Platz für Vögel und andere Tiere entstehen, Lebensräume, die es auf intensiv bewirtschafteten Feldern so nicht mehr gebe.

Dabei sei die Weserschlachte bei Ahe, die jetzt ausgekiest wird, nie intensiv bewirtschaftet worden. Früher hätten dort die „Hütjer“ der Glashütte Heu für ihre Kaninchen und Ziegen gemacht.
Horn geht davon aus, dass auch dieses Gelände nach der Auskiesung unter Landschaftschutz gestellt wird, hofft aber, dass es weiterhin für die Bevölkerung zugänglich bleibt.
Bei dem Kiessee direkt am Werk habe sich das Unternehmen an die Absprache mit dem Ortsrat gehalten und einen Wanderweg mit zwei Aussichtspunkten geschaffen.

Viele Wege beschädigt

Ein Thema, das den Ortsrat im neuen Jahr sicher beschäftigen werde, kündigte Horn an, sei der Zustand der Wirtschaftwege in Ahe und Engern. Viele Wege, die auch von Radfahrern und Spaziergängern regelmäßig genutzt würden, seien von den großen Landwirtschaftsmaschinen der Lohnunternehmen zerfahren worden. Wegeränder seien abgebrochen, wie man beispielsweise im Bereich des Wasserwerkes in Engern besichtigen könne.

Die landwirtschaftlichen Maschinen seien breiter und schwerer geworden, die Wirtschaftswege dafür aber nicht ausgelegt, vor allem nicht der Unterbau. Der Bauhof könne solche Reparaturen sicher nicht mehr leisten. Dort müsse die Stadt Wege, die auch überörtlich wichtig sind, langfristig komplett sanieren. Dafür müssten also in den nächsten Jahren Mittel in den Haushalten bereitgestellt werden, so Horn. „Der Ausbau der Rehre in Engern steht inzwischen im Investitionsplan für das Jahr 2020. Auch die Mittel von rund 600.000 Euro sind da bereits genannt.

Verdopplung der Anliegerbeiträge

Horn geht davon aus, dass die dann fälligen Anliegerbeiträge nicht nur wie jetzt in der Drift, sondern auch in Engern ein politisches Thema werden. Nach der von der Verwaltung vorgelegten neuen Beitragssatzung würden sich die Beiträge nämlich gegenüber der alten Satzung mindestens verdoppeln. Unstrittig sei, dass die Straße saniert werden muss. Die Frage, die die Bürger beschäftigt, sei: Wer profitiert davon? „Nicht allein die Anlieger“, betont Horn, „denn die Rehre ist auch der Zubringer zu den Wohngebieten links und rechts.“ Sie führe zum Sportplatz wie zum Wasserwerk und werde auch von Landwirten genutzt. Man müsse also genau hinschauen, was den Anliegern in Rechnung gestellt wird, was nicht.
„Der Sportplatz“, kündigte Horn an, „bekommt im neuen Jahr einen Brunnen, damit der Rasen gewässert werden kann.“ Der Sportverein werde eine Fachfirma beauftragen.

Die größte Befürchtung der Bürger in Engern, das Dorf könne während des Ausbaus der Steinberger Kreuzung in einem Verkehrschaos versinken, habe sich zum Glück nicht bewahrheitet. „Es gibt keine großen Staus, der Verkehrsfluss läuft, die Schaltung der Ampeln im Ort an der Berliner Straße funktioniert gut, und man kommt aus den Seitenstraßen problemlos auf die Landesstraße.“ wm

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