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Windräder im Seeadlergebiet

Ahe/Westendorf. Windräder im Seeadlergebiet

Verscheucht der brütende Seeadler vom Taubenberg die Windenergiepläne im Wesertal oder nicht? Investor Planet Energy hat für seine beantragten drei Windkraftanlagen zwischen Ahe und Westendorf jetzt das geforderte avifaunische Ergänzungsgutachten beim Landkreis Schaumburg eingereicht. Auf rund 25 Seiten wird dabei untersucht und bewertet, ob der Seeadler den Investitionsplänen entgegensteht. Aus Sicht von Planet Energy tut er das nicht.

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Der Seeadler vom Taubenberg ist auch im Herbst bei der Jagd im Wesertal zu beobachten. Die Windräder würden ihn laut Nabu gefährden.

Quelle: pr.

Ahe/Westendorf. „Wir haben gerade erst mit der Prüfung begonnen“, sagt Martina Engelking, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Sie muss prüfen, ob das Gutachten mit dem jetzt eingereichten Papier vollständig ist und zu einer eigenen Bewertung kommen. Dann werden die Unterlagen zu Bauamtsleiter Fritz Klebe weitergereicht, der bereits die Anträge von Planet Energy für drei Windräder vorliegen hat.

„Wir müssen binnen zwei Monaten entscheiden, ob der Antrag nun vollständig ist“, sagt Klebe. Das würde Klarheit für Anfang 2016 bedeuten, wenn das Eingangsdatum der nachgereichten Unterlagen im Kreishaus gilt (vor zwei Wochen). Müssen immer noch Informationen nachgeordert werden, verzögert sich alles weiter.

Klebe verweist darauf, dass es inzwischen um drei Anlagen geht, von denen nur zwei bisher einen positiven Bauvorbescheid hatten. Gegen diese Bescheide klagt Britta Rinne vom Gut Echtringhausen und verweist auf zu geringen Abstand von der Gutshofanlage (Baudenkmal, frühere Wasserburg). Zu berücksichtigen seien außerdem die Abstände zur jetzigen Bundesstraße 83 und zur im Bundesverkehrswegeplan stehende Umgehungsstrasse näher an der Bahnstrecke.

„Wenn die von uns erteilten Vorbescheide gegen die Klage Rinnes vor dem Verwaltungsgericht standhalten und die Naturschutzbehörde zustimmt, reicht das für die Baugenehmigung der ersten beiden Anlagen“, so Klebes Einschätzung. Anderenfalls würde der Investor wohl auch klagen. Für die dritte Anlage dauert alles voraussichtlich länger, da es keinen Vorbescheid gibt. „Das Gutachten stellt kein Konfliktpotenzial zwischen den geplanten Windenergieanlagen und dem Seeadlervorkommen fest“, teilte Julian Tiencken von Planet Energy gestern auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Dafür will der Bundesverband des Naturschutzbundes (Nabu) in Kürze mit der Greenpeace-Tochter Planet Energy sprechen, um auf einen Windradverzicht in Rinteln hinzuwirken. Nick Büscher, Vorsitzender des Nabu Rinteln, berichtet, die Seeadler würden als Standvögel jetzt auch regelmäßig bei der Jagd beobachtet, ihr Revier reiche in das der geplanten Windräder. dil

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