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„Wir sind auf Öl gestoßen“

Schützenbrunnen „Wir sind auf Öl gestoßen“

Einen Moment schien unermesslicher Reichtum für Todenmann in greifbarer Nähe: vergoldete Kirschbäume, ein Josua-Stegmann-Dom.

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„Na, geht doch!“ scheint der Blick von Ortsbrandmeister Rolf Marchlewski zu sagen, nachdem der Schützenbrunnen wieder in Gang gesetzt worden ist.

Quelle: cm

TODENMANN. „Öl, wir sind auf Öl gestoßen“, klang der Ruf des Ortsbrandmeisters von der Plattform in luftigen Höhen herab. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß, fehlten der schwarzen Flüssigkeit, die da aus der Düse des Schützenbrunnens hervorquoll, doch der typische Geruch und die spezielle fettige Note des Texasgoldes. So mussten die Helfer von Schützen- und Verschönerungsverein sowie der Feuerwehr feststellen, dass da wohl einfach eine ziemlich schlammige Brühe in den Brunnen sprudelte, die so gar keine Ähnlichkeit mit dem reinen Quellwasser aufwies, das normalerweise diesen Ort belebt.

Todenmann ist nämlich in den siebziger Jahren ziemlich erfindungsreich gewesen, was den Nutzen seiner Quelle oberhalb der Straße Unter der Frankenburg angeht. Man ließ ein geschlossenes Betonbecken für den stetigen Strom bauen, das in eine Leitung mündet, die wiederum den Springbrunnen im Schützenbrunnen speist. Damit nicht genug: Wenn dieser bei ausreichend Regen schließlich voll- beziehungsweise überläuft, dann gehen die Wassermengen durch eine daneben eingelassene Klappe in ein Leitungssystem zur Holzskulptur an der Hauptstraße – von den Todenmannern liebevoll „Manneken Pis“genannt. So wird die Quelle wirklich optimal ausgenutzt. Wenn alles gut geht.

Der Springbrunnen versiegte

Dieses Jahr jedoch beobachteten die Dorfbewohner mit Sorge, dass ihr Springbrunnen versiegte. Egal, wie viel Regen fiel, es wollte nicht plätschern. „Da ist was verstopft“, hatte Gerd Beu, Chef des Dorfverschönerungsvereins, in einer Voruntersuchung festgestellt. So rückte bei der Reinigungsaktion rund um den Schützenbrunnen mit seinen Bänken und dem Riesenfindling die Ortsfeuerwehr auch mit einem Wassertank an.

Erster Versuch zur Verbesserung der Lage: Man spülte die Leitung von der Düse des Springbrunnens aus richtig durch. Ergebnis: Kurze Wiederbelebung, dann schwarze Brühe und Stillstand. Die Ursache fand sich schließlich im verschlammten Betonbecken über dem Schützenbrunnen. So schlug man einen befahrbaren Pfad in die zugewucherte Wildnis und pumpte den Schlamm aus dem Wasserbecken. Große Freude bei allen Beteiligten: Es hat geklappt. Jetzt sprudelt der Schützenbrunnen wieder.

„Damit auch das ‚Manneken Pis’ Wasser bekommt, muss es aber erst einmal tüchtig regnen“, sagte Beu aus Erfahrung. Er kündigte auch gleich an, dass man vorhabe, die in die Jahre gekommene Holzskulptur in nächster Zeit zu ersetzen. „Es gibt schon Vorschläge. Vielleicht eine Stele.“ cm

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