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Zeit der Dorfkneipe vorbei

Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ Zeit der Dorfkneipe vorbei

Die Suche nach einem neuen Pächter für die Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ ist erfolglos geblieben.

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Klaus und Martina Peterding haben keinen neuen Pächter für ihre Traditionsgaststätte gefunden.

Quelle: ly

KLEINBREMEN. „Zwei oder drei Leute haben Interesse gezeigt, aber wir konnten keine Einigung erzielen“, berichtet Eigentümer Klaus Peterding. „Scheinbar gibt es immer weniger Menschen, die Gastronomie betreiben wollen, weil das mit viel Arbeit verbunden ist“, vermutet er. Außerdem brauche es dazu Herzblut.

 Eine typische Dorfkneipe, in der man sich abends auf ein Bier am Tresen trifft, wird es in Kleinenbremen an der Stelle wohl nicht mehr geben. Weiter geht es trotzdem: Seit Mitte Juli werden die Räume oder Teile davon nämlich an Gesellschaften vermietet. Saal, Kneipe oder alles zusammen inklusive Biergarten: Zur Verfügung stehen Flächen zwischen 40 und 450 Quadratmetern. „Wir haben bereits einige Anfragen“, berichten Klaus und Martina Peterding.

 Um das Personal müssen sich Mieter selbst kümmern, denn Klaus Peterding (64) steht nicht mehr hinterm Tresen oder in der Küche. „Ich würde aber versuchen, Personal zu vermitteln“, bietet der erfahrene Gastronom an, der die Lütkenbremer Wirtschaft 1983 zunächst gepachtet und zehn Jahre später gekauft hatte. Endgültig abgeschlossen hat Peterding die Pächtersuche noch nicht. „Aber wir müssen jetzt in die Zukunft blicken“, betont er.

Wechselvolle Zeiten 

Bestehen bleiben die kultige Oster-Bluesnacht und das plattdeutsche Theater, zu dem die örtliche Feuerwehr einmal jährlich einlädt. Als neue Angebote vorstellen kann sich Peterding einen monatlichen Flohmarkt in der kälteren Jahreszeit von Herbst bis Frühjahr sowie Poetry Slam, einen Poesie-Wettstreit.

Auf Eis liegen dagegen Pläne, aus der „Schönen Aussicht“ eine Senioren-WG mit fünf bis sechs Mietwohnungen zu machen, wenn man den Saal dazunimmt. Die Zurückhaltung hat vor allem finanzielle Gründe. „Pläne für einen solchen Umbau gibt es“, berichtet Klaus Peterding. Das gehe aber nur, wenn sich künftige Mitbewohner finanziell beteiligen.

Rund 30 Jahre lang war die Geschichte der Dorfkneipe untrennbar mit dem Namen Peterding verbunden. Mit der Suche nach einem Pächter begannen wechselvolle Zeiten. Zuletzt hieß die Gaststätte von November 2015 an „Mokka-Express“.  ly

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