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Zentrum für Begegnung und Service

Bauprojekt Zentrum für Begegnung und Service

Das größte Bauprojekt für Krankenhagen seit Jahren geht nach dem Brainstorming mit Studentenideen nun in die Feinplanungsphase. Die Volksbank in Schaumburg als Mitinvestor und wesentlicher Grundstückseigentümer hat das Rintelner Planungsbüro Matthias Reinold mit der Erstellung der nötigen Planunterlagen beauftragt.

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Eine Schwierigkeit bei der Überplanung des Raiffeisengeländes ist, dass es teilweise quasi eine Ebene tiefer liegt als das Schulgelände, mit dem es verbunden werden soll.

Quelle: dil

Krankenhagen (dil).  Ob und wie viel von den Studentenideen einfließt, ist noch offen, aber Anklang haben die Entwürfe der angehenden Architekten der Fachhochschule Bielefeld, Campus Minden, schon gefunden.

 Zur Erinnerung: Vier Entwürfe aus etwa 20 waren von Vertretern der Stadt Rinteln, des Ortsrats Krankenhagen-Volksen und der Volksbank ausgewählt sowie danach im Ausschuss für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung vorgestellt worden (wir berichteten). Wesentliche Merkmale: drei bis vier Baukörper, die Feuerwehr im hinteren Bereich, die Volksbank vorn, dazwischen in ein oder zwei Gebäuden Arzt, Apotheke, Bürgerzentrum und Supermarkt (1000 Quadratmeter Verkaufsfläche). Zwischen den Gebäuden und hin zur Grundschule wurde meist eine Art Marktplatz für Kommunikation dargestellt. Das Bürgerzentrum mit Schulmensa fand sich mal im Obergeschoss über Supermarkt oder Arztpraxis, mal im Erdgeschoss.

 Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht war an der Vorauswahl beteiligt und fand die Sammlung von Ideen grundsätzlich gut. Daraus müsse nun ein Gesamtkonzept inklusive der Verkehrsanbindung an die Straßen Am Kirchanger und Fuchsloch erfolgen. „Es spricht einiges für ein Bürgerzentrum mit Schulmensa im Obergeschoss, um einen leichten behindertengerechten Zugang von der Schule aus zu haben“, sagte Sümenicht auf Anfrage. „Die Verknüpfung der beiden öffentlichen Nutzungen ist mir wichtig. Ansonsten bin ich ganz offen für die Konstellationen der einzelnen Module.“

 Helmut Syska, Vorsitzender des Trägervereins für das Bürgerzentrum, fand besonders die Schaffung eines kleinen Marktplatzes mit Zentrumscharakter gut. Die Feuerwehr brauche sicher ein Einzelgebäude, „über den Rest kann man reden“, sagte er. Syska würde eine Arztpraxis oder gar ein Ärztezentrum begrüßen. Der Zugang von der Schule zum Bürgerzentrum müsse aber behinderten- und seniorengerecht sein.

 Volksbankvorstand Joachim Schorling teilte auf Anfrage mit, dass die Ideen gut gewesen seien und das Projekt weitergebracht hätten. Wer aber nun was baut, sei mit der Stadt noch nicht im Detail abgesprochen. Er könne sich aber die Volksbank als Bauherrn für das Bürgerzentrum vorstellen, der dieses dann an die Stadt vermietet. Das Feuerwehrhaus sei dagegen Sache der Stadt.

 Planer Reinold kennt die Studentenentwürfe und sieht seine Aufgabe nun darin, die besten Ideen zu einer Lösung zu verzahnen, die aus dem Grundstück die bestmögliche Nutzung herausholt. Dabei müsse auch die verkehrliche Anbindung berücksichtigt werden. Der Gesamtentwurf müsse die Bedürfnisse weitestmöglich berücksichtigen, um Vielfalt, eine bessere Nahversorgung und damit die Stärkung des Zentrums von Krankenhagen als Ergebnis zu liefern.

 „Wir befinden uns noch ganz am Anfang des Verfahrens“, erläuterte Reinold. Gut drei Monate würden Stadt und Volksbank dadurch sparen, dass der Bebauungsplan Nummer 9 „Am Kirchanger“ als Plan der Innentwicklung aufgestellt werde, da er nur eine Grundfläche von einem Hektar umfasse und voraussichtlich keine erheblichen Umweltauswirkungen habe. In den Flächennutzungsplan halte das dann nur als Berichtigung Einzug, der F-Plan müsse also nicht erneut vom Landkreis genehmigt werden.

 „Ich gehe davon aus, dass wir noch in diesem Jahr die Pläne in einer Bürgeranhörung öffentlich vorstellen können“, kündigte Reinold an. „Danach kämen dann die öffentliche Auslegung, die Beratung in den politischen Gremien und schließlich noch der Satzungsbeschluss.“

 Wann gebaut wird, ist noch offen. Sollten hier Mittel aus der grundsätzlich genehmigten Dorferneuerung „Rintelner Staatsforst“ fließen, könnte es 2017 werden, so hatte es bei der Überbringung des Bescheids über die Aufnahme in die Förderung kürzlich durch Regierungsvertreter aus Hannover geheißen (wir berichteten).

 Die besten Ideen der Studenten sollen nun zu einer Gesamtlösung verzahnt werden.tol

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