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Zu wenig Lehrer: Zwei Klassen ziehen um

Deckbergen/Steinbergen Zu wenig Lehrer: Zwei Klassen ziehen um

Den Einstieg als kommissarische Leiterin der Grundschule Deckbergen hatte sich Claudia Buschke leichter vorgestellt. Als sie vergangene Woche die Vorbereitungen für das neue Schuljahr aufnehmen sowie sich mit Schule und Kollegium vertraut machen wollte, hatte sie gleich ein Problem auf dem Tisch: Zwei Lehrkräfte fallen krankheitsbedingt aus, eine Klasse neuer Schüler drohte, ohne Klassenlehrer zu starten.

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Ricarada Renneke (links) und die neue kommissarische Schulleiterin Claudia Buschke planen die Unterrichtsversorgung.

Deckbergen/Steinbergen. Zudem war seit Schuljahresende schon der Ausfall einer weiteren Lehrkraft bekannt, die übrigen Pädagogen hatten schon etliche nicht ausgeglichene Zusatzstunden als Vertretungen auf ihren Zeitkonten. Zwölf statt 15 Lehrer, da musste eine schnelle Lösung her. Und diese ist gestern Abend kurzfristig den Eltern der 1. und 2. Klassen in der Schule in Deckbergen vorgestellt worden.

„Es handelt sich um eine rein pädagogische Maßnahme“, versichert Buschke. „Im ersten Schuljahr brauchen die Kinder einen Klassenlehrer als Bezugsperson am neuen Lernort. Deshalb habe ich entschieden, dass wir statt mehrerer kleiner Klassen in Deckbergen und Steinbergen größere Klassen in Deckbergen bilden und somit auch alle Erstklässler Klassenlehrer bekommen. Dies hat nichts mit der Frage der Zukunft unseres Außenstandorts Steinbergen zu tun.“

In Deckbergen wird es zwei Einschulungsklassen mit je 15 Kindern geben. In Steinbergen sollte dagegen eine Kombiklasse aus den elf Neulingen und den zehn Kindern der künftigen zweiten Klasse gebildet werden. Das wird nun nichts. Die zehn Erstklässler aus Steinbergen werden auf die beiden Erstklässlerklassen in Deckbergen aufgeteilt, die damit je 20 Schüler haben.

Im vergangenen Jahr hatte es in Deckbergen nur eine Schulanfängerklasse gegeben, die inzwischen wegen eines Integrationskindes rechnerisch zu groß geworden ist, um mit der kleinen zweiten Klasse von Steinbergen zusammengelegt zu werden. Es werden also zwei Klassen für den zweiten Jahrgang mit 18 und 19 Schülern gebildet. Somit bleiben hier die Steinberger Schüler zusammen, die ja schon eine Gemeinschaft gebildet haben.

Buschke hat die kommissarische Leitung von Ricarda Renneke übernommen, die Ende Januar kommissarische in die Fußstapfen von Schulleiterin Dagmar Tadge getreten war. Buschke dankte ihrer Vorgängerin für die geleistete Arbeit, hat sich nun aber auch schon an die Stadt Rinteln als sachlich zuständiger Schulträger und die Landesschulbehörde in Hannover als Bereitsteller von Personal mit Schilderung der Notlage gewandt. Dass es kurzfristige Abordnungen von Lehrern nach Deckbergen und Steinbergen geben könne, hält Buschke für wenig wahrscheinlich. Außerdem kämen ja die ausgefallenen Lehrkräfte irgendwann zurück.

Die 45-jährige neue kommissarische Schulleiterin (das Besetzungsverfahren läuft laut Landesschulbehörde noch) ist gebürtige Rintelnerin (Mädchenname Henke). Sie steht seit 15 Jahren im Lehramt, begann zunächst an einer Hauptschule im rheinländischen Düren. 2010 wechselte sie zur Oberschule in Lindhorst und jetzt nach Deckbergen. Die Mutter eines elfjährigen Sohnes lebt in Stadthagen. Sie hofft, dass nach den Turbulenzen im Vorfeld am Sonnabend mit einer schönen Einschulungsfeier ein neuer und guter Abschnitt für die Grundschule mit den zwei Standorten und für ihr eigenes Berufsleben beginnt.

Bei der Stadt ist kein ähnlicher Engpass an einer anderen Grundschule bekannt. In der Grundschule Nord tritt am nächsten Wochenende mit Julia Harting die neue Leiterin ihr Amt an, nicht nur kommissarisch. dil

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