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Zukunft des ehemaligen Pflegeheims ungewiss

Chancen schwinden Zukunft des ehemaligen Pflegeheims ungewiss

Der große Pflegeheimkomplex an der Steinberger Kreuzung von B83 und B238 dümpelt weiter einer ungewissen Zukunft entgegen – und hat dabei die Vergangenheit noch immer nicht finanziell sauber hinter sich gebracht.

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Quelle: pr.

Steinbergen. Insolvenzverwalter Sascha Bibiha (Minden) sieht die Chancen schwinden, beim letzten Mieter CMA noch Schulden einzutreiben, denn dieser sei inzwischen auch zahlungsunfähig. Die CMA habe das Insolvenzverfahren in Braunschweig beantragt, wo ihr letzter Geschäftsführer seinen Wohnsitz hat. Das macht die Sache nicht leichter.

Die Nachfolgegesellschaft zur Betreuung derselben Klientel (ehemalige Alkoholiker und Drogenabhängige) ist unter neuem Namen (Haus Frija) in Bad Eilsen tätig, aber da sei rein rechtlich nichts zu holen, stellt Bibiha fest. Rund 200000 Euro Schulden für Gläubiger stünden offen, seien nun aber wohl endgültig verloren.

Interessenten für den Gebäudekomplex, wo bis vor zwei Jahren das Pro-Senia-Pflegeheim und eben die CMA Mieter waren sowie die ebenfalls längst insolvente Econ GmbH (alle früher mit Verwaltungssitz in Luhden) für die Versorgung sorgte, hat der eingeschaltete Makler noch nicht akquirieren können.

Ohnehin wäre ein Verkauf schwierig, da als Besitzer immer noch die Medina AG aus Luhden fungiert, die ebenfalls in Insolvenz steht. Die rechtliche Verflechtung der Medina AG mit den ehemaligen CMA-Betreibern erschwert dabei das freie Handeln ebenso wie der Wechsel des Inhabers der Kredite, die auf dem Objekt liegen. Diese Rechte sind von der Proceed Portfolio Services Fondsgesellschaft in Essen zur Eos Immobilien Workout GmbH in Duisburg gewandert.

„Es geht um rund 2,6 Millionen Euro Schulden“, sagt Bibiha. „Deshalb war Eos Immobilien auch dagegen, dass wir Grundstück und Gebäude einfach versteigern. Dabei wäre nicht viel rausgekommen.“

Die Nutzung als Flüchtlingsheim scheidet aus, weil erst einmal hohe Brandschutzauflagen (Investition etwa 1,2 Millionen Euro) erfüllt werden müssten. Zurzeit ist das Gebäude nicht einmal beheizt, die Substanz verliert also zunehmend an Wert. Immerhin schaut ein Hausmeister regelmäßig nach dem Rechten.

Den größten Wert stellt eigentlich das rund 7200 Quadratmeter große Grundstück da. Ob da allerdings nach einem Abriss noch viel Geld übrig bleibt, ist fraglich. Ideal wäre es, sagt Bibiha schmunzelnd, wenn das Gelände zum Beispiel für den Bau einer Umgehungsstraße gebraucht würde. dil

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