Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
1,6 Millionen Euro für neue Halle

Kapazitäten verdoppelt 1,6 Millionen Euro für neue Halle

Kaum ein halbes Jahr ist seit Baubeginn vergangen und nun steht die neue Produktionshalle der Firma Optibelt: mächtig, anthrazitfarben, 1300 Quadratmeter groß. 1,6 Millionen Euro investierte das Unternehmen in den Neubau, um damit seine Produktions- und Lagerkapazitäten zu verdoppeln.

Voriger Artikel
So investiert die Stadt
Nächster Artikel
Neue helfende Hand für Senioren

Optibelt-Geschäftsführer Volker Kettelhake an der Extrusionsmaschine.

Quelle: cok

Rinteln. Auch an die 30 neue Arbeitsplätze werden in Zukunft angeboten werden.

Optibelt, genauer die Optibelt Material Handling GmbH, stellt Antriebsriemen her und dazu sogenannte „Zahnriemen“. Die Antriebsriemen funktionieren ähnlich wie die Keilriemen eines Autos. Sie treiben jede Art von Maschinen an, in der Industrie ebenso wie zum Beispiel im Antrieb eines automatisierten Fensterrollos, in Haushaltsgeräten und in Werkzeugen. Die „Zahnriemen“ dagegen dienen dem Transport von Produkten, unter anderem während ihres Herstellungsprozesses. Das kann in der Lebensmittelindustrie sein und in der Verpackungsindustrie, sie werden in den Logistikunternehmen eingesetzt oder etwa auch in der automatischen Medikamentenausgabe von Apotheken.

Wie in einer Manufaktur

Als Tochtergesellschaft von Optibelt in Höxter hat sich die Rintelner Tochter zu einem international gefragten Spezialisten entwickelt. Neben der breiten Palette von Standard-Riemen stellt man Im Emmerten Sonderanfertigungen für einzelne Unternehmen und deren spezielle Maschinen her. Da ist die Nachfrage riesengroß, in europäischen Ländern ebenso wie Asien. In mancher Beziehung ähneln die Fertigungshallen von Optibelt einer Manufaktur. Sonderanfertigungen laufen nicht einfach vom Band. Sie werden in geringen Stückzahlen bestellt, und sind dann dementsprechend manchmal viele tausend Euro wert. Dafür beraten die Techniker des Hauses ihre Kunden. Jede Maschine braucht Antriebs- oder Zahnriemen in eigenen Größen und vor allem mit der jeweils geeigneten Beschichtung.

Aufgrund dieser Spezialisierung konnte Optibelt „Material Handling“ in ganz neue Märkte vorstoßen. Bei einem Anteil von etwa zehn Prozent am Umsatz des Gesamtunternehmens steigern die Rintelner ihren eigenen Umsatz bisher jährlich um etwa 15 Prozent. Damit das so bleiben kann, wurde die neue Halle gebaut. „Wir müssen schnell sein, auch das ist einer unserer Vorteile“, erklärt Geschäftsführer Volker Kettelhake. Aufträge sollen sofort umgesetzt, lange Anlieferzeiten der benötigten Roh-Materialien für die eigene Produktion vermieden werden. Zwei neue Maschinen kommen in die Halle, und dazu jede Menge Lagerkapazität, sowohl für vorproduzierte Standardware als auch für die Beschichtungen der Zahnriemen.

International vernetzt

Die Arbeitsplätze, die in den nächsten Jahren im Zuge dieser Vergrößerung entstehen, liegen zum einen im gewerblichen Bereich, also in der Produktion, wo Schlosser und ähnlich ausgebildete Mitarbeiter benötigt werden. Dazu kommen die kaufmännisch orientierten Arbeitsplätze, die wegen der internationalen Beziehungen des Betriebes gute Fremdsprachenkenntnisse verlangen; auch gute Techniker werden dann gebraucht, muss sich die Produktion doch auf ständig neue Herausforderungen einstellen. Die meisten der bisher insgesamt knapp 70 Mitarbeiter kommen übrigens aus Rinteln und Umgebung.

Mit der großen Halle ist nun fast das gesamte Grundstück Im Emmerten 11 ausgefüllt. „Damit sind wir für die nächsten zehn Jahre auf alle Eventualitäten vorbereitet“, so Kettelhake.

Das bezieht sich auch auf die baulichen Eckdaten der Halle selbst. Sie verfügt über hervorragende Werte in der Wärmedämmung, besitzt zur eigenen Stromerzeugung eine Solaranlage auf dem Dach und ist insgesamt konsequent aufs Energiesparen ausgerichtet: Sparsame LED-Lampen erzeugen die für das Arbeiten wichtige Tageslichtstärke. Auch örtliche Handwerksbetriebe waren am Innenausbau beteiligt. cok

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr