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238 000 Euro sind im Topf

Modernisierung 238 000 Euro sind im Topf

Wer in der Innenstadt ein „erhaltenswertes“ Haus besitzt, kann Fördermittel für eine Modernisierung oder Instandsetzung beantragen. Immerhin noch 238000 Euro befinden sich in einem für Rinteln vorgesehenem Topf – Geld, das die Stadt im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Städtebaulicher Denkmalsschutz“ bis Ende 2018 abrufen kann.

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Keine Frage: Rinteln hat schöne Fachwerk-Fronten wie hier am Kirchplatz. Für ihren Unterhalt gibt es Fördermöglichkeiten.

Quelle: mld

Rinteln. Bisher wurden aber nur wenige Förderanträge gestellt. Daran will der „Arbeitskreis Denkmalschutz Rinteln“ etwas ändern. Im Jahr 2010 hatte die Stadt alle betroffenen Hausbesitzer über die Fördermöglichkeiten informiert. „Vielen Bürgern ist aber trotzdem nicht bewusst, dass man sie prinzipiell fördern will, um unsere historische Altstadt zu erhalten“, meint Arbeitskreis-Leiter Matthias Wehrung. Deshalb wollen er und seine im Denkmalsschutz engagierten Kollegen Ortsbegehungen durchführen und Hausfassaden im sogenannten „Erhaltungsgebiet“ der Stadt genauer betrachten. „Wir könnten dann Hausbesitzer ansprechen und sie auf das Programm aufmerksam machen.“, so Wehrung.

Gefördert werden nur tiefer greifende Maßnahmen

Handelt es sich um ein Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, können bis zu einem Drittel der Modernisierungskosten übernommen werden; für „ortsbildprägende“ Gebäude wären es bis zu 20 Prozent. Allerdings: Gefördert werden nur tiefer greifende Maßnahmen, wie die Erneuerung einer Fassade oder ein Fenstertausch. Kaputte Dachrinnen etwa oder Fenster, die einen neuen Anstrich brauchen, so etwas fällt unter das Stichwort „Unterhaltungs-Maßnahmen“ und sind Privatsache.

„Es ist nicht von vornherein klar, was förderungsfähig ist und was nicht“, sagt Uwe Sievert, im städtischen Bauamt für die Antragssteller zuständig. „Daher wird jeder Einzelfall vom Sanierungsträger BauBeCon begutachtet.“

Hausbesitzer müssen in Vorkasse gehen

Im Prinzip gehe es darum, die Hausbesitzer da zu unterstützen, wo ihnen aufgrund der Denkmalschutz-Bestimmungen Mehrkosten entstehen, zum Beispiel, weil besondere Materialien oder Arbeitstechniken eingesetzt werden müssen. Oft deckt der Zuschuss solche Mehrkosten aber nicht ab, zumal es Abzüge gibt, wenn Unterhaltungsmaßnahmen vernachlässigt wurden. Außerdem müssen die Hausbesitzer in Vorkasse gehen und bekommen erst nach Abschluss der Baumaßnahme einen Teil der Kosten erstattet. Das seien wohl die Punkte, warum die Zuschuss-Möglichkeiten nur selten genutzt werden, so Sievert.

Andererseits kann es durchaus zu Einsparungen oder zumindest zum Kostenausgleich bei einer Sanierung kommen, da es sich bei den Zuschüssen um Pauschalen handelt. Genau deshalb will der Arbeitskreis die Besitzer von Häusern in der Altstadt ermutigen, die Fördermöglichkeiten nicht aus dem Auge zu verlieren. Wichtig sei: Die entsprechenden Anträge müssen vor Beginn der Bauarbeiten gestellt werden.

Ansprechpartner für Fragen rund um die Förderungen ist Uwe Sievert unter der Nummer (0 57 51) 40 31 57. cok

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