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27-Jähriger stirbt nach Messerattacke

Rinteln 27-Jähriger stirbt nach Messerattacke

Warum es am Freitagabend zu dem tödlichen Streit zwischen zwei Männern gekommen ist, ermittelt jetzt eine 17-köpfige Mordkommission. Bislang steht nur so viel fest: Die 25- und 27-jährigen Rintelner sind am Freitag gegen 20 Uhr auf dem Gehweg in der Mühlenstraße aneinandergeraten.

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Ort der Bluttat: Die Spurensicherung der Polizei kennzeichnete die Blutspuren auf dem Gehweg in der Mühlenstraße mit weißer Kreide.tol

Rinteln. Dort ist es nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Bückeburg zu einer „körperlichen Auseinandersetzung“ gekommen, in deren Folge der 25-Jährige seinen Kontrahenten mit einem Messer verletzt habe. Die Verletzungen des 27-Jährigen waren der Staatsanwaltschaft zufolge so schwer, dass er später im Krankenhaus gestorben ist.

 Einzelheiten zu den Hintergründen der Tat will Staatsanwalt André Lüth zum gegenwärtigen Zeitpunkt „aus ermittlungstaktischen Gründen“ noch nicht bekannt geben. Gegen den 25-jährigen Rintelner wird nach Angaben Lüths ermittelt, „für die Stichverletzungen verantwortlich“ zu sein. „Es besteht der dringende Tatverdacht des Totschlags“, sagte der Staatsanwalt gegenüber unserer Zeitung. Der tatverdächtige Rintelner wurde noch am Sonnabend dem Bückeburger Haftrichter vorgeführt. Dieser habe Untersuchungshaft angeordnet und den 25-Jährigen in die Justizvollzugsanstalt nach Sehnde überstellt.

 Die Spurensicherung der Polizeiinspektion in Nienburg nahm den Tatort in der Mühlenstraße bis in den frühen Sonnabendmorgen in Augenschein. Beamte der Polizeiinspektion aus Nienburg und Kräfte der Bereitschaftspolizei aus Hannover sowie ein Rechtsmediziner der Medizinischen Hochschule in Hannover waren auch am Wochenende noch in der Weserstadt im Einsatz.

 Blutspuren, die weit verteilt in der Mühlenstraße auszumachen waren, deuteten zunächst darauf hin, dass der 27-Jährige nicht sofort auf dem Gehweg zusammengebrochen ist. Lüth bestätigte, dass die Polizei am Freitagabend erst durch die Mediziner im Rintelner Krankenhaus über den schwerverletzten 27-Jährigen informiert wurde. Offenbar wurde der Mann von Bekannten in die Klinik gebracht. Der tatverdächtige 25-Jährige sei gegen 21.50 Uhr von der Polizei in Rinteln festgenommen worden.

 Die Mordkommission arbeitet laut Lüth nun daran, die Umstände der tödlichen Auseinandersetzung aufzuklären. Nach derzeitigem Stand gebe es zumindest „keine Anhaltspunkte für eine politisch motivierte Straftat“, so der Staatsanwalt.

 Augenzeugen haben gegenüber unserer Zeitung berichtet, dass es in der Nähe des Tatorts in der Mühlenstraße in jüngster Zeit zu anderen gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen sei. Erst vor wenigen Tagen soll es dort bereits eine Prügelei gegeben haben. Ob dies in Verbindung mit der Tat vom Freitag steht, konnte Lüth nicht bestätigen. „Wenn es eine Vorgeschichte gibt, dann werden wir die ermitteln“, sagte der Staatsanwalt. ll

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