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300 Rocker auf dem Friedhof

Rinteln / Beerdigung eines Bikers 300 Rocker auf dem Friedhof

Etwa 300 Rocker aus ganz Deutschland haben am Sonnabend auf dem Rintelner Seetor-Friedhof Abschied von einem Gleichgesinnten genommen. Pastor Heiko Buitkamp sprach vor der womöglich ungewöhnlichsten Trauergemeinde seiner seelsorgerischen Laufbahn.

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Nur knapp ein Dutzend Rocker waren mit der Harley nach Rinteln gekommen – zu kalt für eine lange Anfahrt.

Quelle: pr.

Rinteln (r). Andree Wilkening war Handwerker und Unternehmer, aber auch Harley-Davidson-Fahrer und Rocker. Überraschend war er in der vergangenen Woche im Alter von 55 Jahren gestorben. Dass er auch Mitglied der berüchtigten „Bandidos“ war, wurde der Öffentlichkeit erst jetzt in bekannt.

„Er war ein Mensch, der sich gekümmert hat, auf den man sich verlassen konnte“, schilderte Buitkamp in seiner Trauerrede. „Er hörte NDR 2 und AC/DC“, erinnerte der Pastor, „er ist nie aus der Kirche ausgetreten, er liebte seine Familie und war ein Macher mit einem großen Herz.“ Doch auch die Harley und der Club gehörten zu Wilkenings Leben.
Wilkening war Begründer der Clubs „MC Schaumburg“ und „MC Steppenwolf“, wechselte dann zu den „Bandidos“ Osnabrück. Es war eine familiäre Trauerfeier, die zumindest in diesem Moment allen Vorurteilen widersprach, die Bürger normalerweise gegen Rocker hegen.

Kaum ein Dutzend Harleys war vor dem Friedhof aufgereiht, die meisten Rocker waren mit dem Auto gekommen. Auch die szenekundigen Polizeibeamten, die Kontakt zu den einzelnen Rocker-Clubs halten und die Trauerfeier beobachteten, hielten sich während der Zeremonie im Hintergrund. 

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