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31.000 Euro für den Skatepark

Bauausschuss gibt grünes Licht 31.000 Euro für den Skatepark

Die Skater haben es geschafft. Ihr sehnlicher Wunsch nach einer Neugestaltung des Skateparks wird erfüllt.

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Nach Monaten der Ungewissheit steht nun fest, dass der Skatepark neu gestaltet wird.

Quelle: Archiv

Rinteln. Der Bauausschuss hat mit großer Mehrheit dafür gestimmt, dass der Park neu gestaltet wird. Die noch ausstehende Abstimmung im Verwaltungsausschuss dürfte somit reine Formsache sein.

 Rund 31.000 Euro lässt sich die Stadt die Neugestaltung des Skateparks kosten. 12.000 Euro können aus nicht verwendeten Mitteln des vergangenen Haushaltsjahres bereitgestellt werden. Weitere 19.000 Euro werden nun außerplanmäßig bereitgestellt. Dazu kommen die Spendenerträge, die sowohl die Skater in Kooperation mit der Stadt Rinteln als auch Rechtsanwalt Heinrich Sasse für den Park gesammelt haben.

 In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses gab die städtische Baudirektorin Elena Kuhls die bei den Spendenaktionen zusammengekommenen Summen bekannt. Skater und Stadt kamen auf 4423,21 Euro, Heinrich Sasse auf 4800 Euro, macht insgesamt 9223,21 Euro, die in die Neugestaltung des Skateparks mit einfließen werden.

 „Wer sind die Skater?“, wollte allerdings Ausschussmitglied Heinz-Jürgen Requardt wissen. Es gebe keinen Träger, keinen Verein. „In Krankenhagen haben wir nur rund 4000 Euro für alle Vereine zur Verfügung“, gab er zu bedenken. Seines Wissens täten sich viele Rintelner schwer damit, „den Skatern einfach Geld zu geben“, viel Geld für eine „Skatergemeinde ohne Hintergrund“. Auch die Spendenaktion überzeuge ihn nicht. „Ich sehe keine Muskelhypothek, keine Eigenleistung, nur Spenden.“

 Kuhls wies darauf hin, dass sich die Skater unter anderem dadurch auszeichneten, eben nicht in einem Verein organisiert zu sein. Und Fördermittel seien für den Skatepark nicht zu bekommen gewesen.

 Neuhäuser zeigt sich irritiert

 Gert Armin Neuhäuser (Wählergemeinschaft Schaumburg) reagierte auf Requardts Bedenken „irritiert“. Er wies darauf, dass in der Beschlussvorlage an keiner Stelle von einer „Skatergemeinde“ die Rede sei. Auch sei die Forderung nach einer „Muskelhypothek“ nicht angemessen, da für die Neugestaltung schließlich „keine Fliesen“ gelegt werden müssten, sondern „Betonteile gegossen“. Ebenso überflüssig sei die Forderung nach einem Trägerverein. Anders als bei einem Dorfgemeinschaftshaus fielen bei Betonteilen „keine laufenden Bewirtschaftungskosten“ an.

 Von der Teilfinanzierung durch die Stadt sei er zwar „angetan“, aber kurz vor der Kommunalwahl überrasche ihn diese Bereitschaft nicht. „Begeistert“ sei er indes von der Spendenaktion. „Das sind immerhin fast 25 Prozent der Investitionssumme. Hatten wir in Rinteln schon mal etwas Vergleichbares? Deshalb stimme ich mit großer Freude zu.“

 Kay Steding (CDU) hatte ein weitaus geringeres Spendenaufkommen erwartet. „Ich bin sehr positiv überrascht, hatte allenfalls mit 2000 Euro gerechnet“, sagte er und sagte „bedenkenlos“ Ja.

 „Mein Eindruck ist, dass der Park fast nie leer ist, und das seit knapp 20 Jahren“, sagte Steding. „Das kann man nicht von allen Projekten sagen.“

 Klaus Wißmann (SPD) sprach sich ebenfalls für die Investition aus und erinnerte an Summen, die Vereinen wie der VT Rinteln zur Verfügung gestellt werden. „Da sprechen wir von mehreren Hunderttausend Euro.“ Aber Menschen müssten nicht immer in Vereinen organisiert sein, um Projekte auf die Beine zu stellen, die unterstützenswert seien. Klar würde der „Stadtsäckel“ immerhin mit über 30000 Euro belastet, aber die Pflege halte sich „in Grenzen“. „Deshalb bin ich trotzdem dafür.“

 Nur eine Enthaltung

 Dietmar Vogt (Grüne) lobte die „tolle Spendenaktion“, übte aber auch Kritik: „Mein Problem ist, so früh zu sagen: Den Rest bezahlt die Stadt.“ Hätte man die Spendenaktion länger laufen lassen, wären womöglich noch mehr zusammengekommen. Auch Vogt hält die Summe von 31000 Euro zwar für eine „hohe Investition“. „Aber sie ist eine Investition in die Infrastruktur, die wenig weitere Kosten verursacht, und in die Jugend.“

 Rückendeckung bekam Requardt von seinem Parteifreund Udo Schobeß. „Das ist viel Geld für eine kleine Gruppe.“ Auf den Dörfern müsse man sich mit weniger zufriedengeben. In seinen Augen handele es sich um ein „Wahlkampfgeschenk“.

 Markus Witt (SPD) sprach sich für die Investition aus. „Wenn wir Geld für einen Seniorenbewegungspark haben, dann auch für junge Leute.“

 Am Ende stimmten bis auf Schobeß, der sich enthielt, alle für die Neugestaltung. pk

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