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4,82 Euro pro Senior? – „Zu wenig“

Todenmann 4,82 Euro pro Senior? – „Zu wenig“

4,82 Euro – das ist der Betrag, den der Ortsrat Todenmann in diesem Jahr für jeden einzelnen seiner etwa 180 im Ort lebenden Senioren zur Verfügung hat.

Todenmann. Viel zu wenig, findet die CDU/FDP-Gruppe und hat deshalb in der jüngsten Ortsratssitzung den Antrag gestellt, das Ortsratsbudget für die Seniorenbetreuung zu erhöhen.

 In Gesprächen mit Einwohnern sei herausgekommen, dass viele der Senioren nicht zur jährlichen Weihnachtsfeier kommen, weil es sich um eine Veranstaltung handelt, die gemeinsam mit der Kirchengemeinde ausgerichtet wird. „Viele Einwohner würden lieber kommen, wenn es eine Veranstaltung ohne kirchlichen Rahmen wäre“, so Gruppensprecherin Stefanie Lecker. Aus finanziellen Gründen sei es jedoch nicht möglich, diesem Wunsch nachzukommen. Schon um eine „bescheidene“ Weihnachtsfeier mit Kaffee und Kuchen organisieren zu können, müsste man etwa sechs Euro pro Person einkalkulieren. Daraus ergebe sich eine Erhöhung des Budgets auf 1110 Euro.

 Generell sei der Berechnungsmodus, nach dem die Seniorenmittel aktuell verteilt werden, nämlich nach der Gesamteinwohnerzahl des Ortes, zu überdenken, forderte Lecker. Entscheidend für die Berechnung müsste vielmehr die Anzahl der gemeldeten Personen der infrage kommenden Jahrgänge sein. „Die Berechnung nach der Gesamteinwohnerzahl wird der Realität nicht gerecht“, so die Gruppensprecherin.

 Renate Beu (SPD) wies allerdings daraufhin, dass die Gefahr bestehe, dass kleinere Orte bei einer Berechnung nach Anzahl der Senioren „hinter über fallen“. Es gebe viele Ortsteile, wie Steinbergen oder Rinteln, die durch Seniorenheime einen sehr hohen Anteil an Senioren hätten. „Nicht, dass unser Anteil noch geringer wird, weil wir im Vergleich zu diesen Orten weniger Senioren haben“, warnte sie.

 Der Erste Stadtrat Jörg Schröder wies daraufhin, dass der rechtliche Rahmen für die Erhöhung des Budgets im Stadtrat geschaffen werden müsse. Und das könnte erst im Rahmen der nächsten Haushaltsberatung erfolgen. Er machte auch auf eine weitreichende Konsequenz aufmerksam: „Wenn, dann würde das Budget für alle Ortsräte erhöht werden“, erklärte er.

 Auch in der Stadtratsfraktion habe man bereits über dieses Thema gesprochen, teilte daraufhin Ortsbürgermeister Uwe Vogt (CDU) mit. Ein entsprechender Antrag werde gestellt. Und er machte eine weitere Miteilung. Trotz allen finanziellen Schwierigkeiten werde die Weihnachtsfeier der Senioren in diesem Jahr erstmals nicht in der Kapelle ausgerichtet, sondern am 1. Advent im Gasthaus „Zur Linde“.

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