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40 Musiker heben mit Klangwolke fast Kirchendach ab

Rinteln / Konzert 40 Musiker heben mit Klangwolke fast Kirchendach ab

Der Donnerstagabend ist eher ein ungewöhnlicher Termin für ein so großes Konzert, das dürfte der einzige Grund gewesen sein, dass es in den Bankreihen der Nikolaikirche noch freie Plätze gegeben hat.

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Konzert auf hohem Niveau zugunsten der Diakoniestiftung Rinteln. Das Polizeimusikkorps Niedersachen mit seinen 40 Musikern empfahl sich in der Nikolaikirche für eine Wiederholung. © who

Rinteln (who). So durften die Freunde der Blasmusik sozusagen doppelt genießen, was das Polizeimusikkorps Niedersachsen an musikalischen abendlichen Leckerbissen servierte. Die 40 Berufsmusiker im Dienste der Polizei hüllten ihre Zuhörer beim Benefizkonzert zugunsten der Diakoniestiftung gleichzeitig von der ersten Note an ein in eine wahre Klangwolke, die schier das Kirchendach anzuheben schien.

Orchesterleiter Thomas Boger und seine Profis gaben aus dem Stand alles, so schien es. Vielleicht mit einer Einschränkung: Denn der größte Teil der Stücke war von sehr getragener Art, vermutlich als Zugeständnis an die akustischen Gegebenheiten in der Nikolaikirche. Und vielleicht hatten die Gäste deshalb darauf verzichtet, ein Programm bekannt zu geben.

So konnte Andreas Lepke als Conférencier durchweg Überraschungen ankündigen, ein Großteil davon Stücke alter Meister. So wie die fünf Tänze, komponiert vor gut 500 Jahren von Tilmann Sodate. Was dann folgte, könnte vielen Zuhörern noch im Ohr geklungen haben. Denn der romantische „Canterbury Choral“ hatte in diesem Sommer Millionen Fernsehzuschauer gerührt während der Traumhochzeit von William und Kate aus dem britischen Königshaus.

Bei einer „Besetzung für symphonisches Orchester“, so Andreas Lepke, folgten ähnliche Werke, getragen von hoher Qualität des Orchesters. Besonders das Stück, das den Opfern des Amokschützen von Littleton, USA, gewidmet war. Frank Waterstraat aus Rodenberg, Seelsorgebeauftragter für Polizei und Zoll, verwies deshalb auf die Arbeit des Polizeimusikkorps mit dem Schwerpunkt Präventionsarbeit. Darüber hinaus warb er um Verständnis für die Polizei-Einsatzkräfte, die immer wieder mit Ausnahmesituationen konfrontiert werden.
Mit „Between the two rivers“ von Philipp Spork führte ein großes Stück wieder zurück zum erbaulichen Teil des Konzertes.

Beinahe 15 Minuten dauerte die Variation zum Luther-Lied „Ein feste Burg“, die auf „American Elegy“ von Frank Picheli folgte. Den Abschluss bildete die „Toccata in d-Moll“ von Johann Sebastian Bach, bevor sich das Polizeimusikkorps Niedersachsen mit dem Abendsegen von Engelbert Humperdinck als Zugabe verabschiedete. Und vielleicht war’s der Bezug zu diesem Titel, der 1000 Euro für die Diakoniestiftung erbrachte.

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