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44 Prozent der Diebstähle aufgeklärt

Höchste Aufklärungsquote seit Jahren 44 Prozent der Diebstähle aufgeklärt

Das vergangene Jahr ist kein gutes gewesen – das gilt zumindest für den Straßenverkehr. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stieg im Jahr 2014 leicht auf 811.

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Die Zahl der Verkehrsunfälle nahm 2014 zu.

Quelle: tol

Rinteln. Vor allem jene mit Schwerverletzten legten um fast 46 Prozent auf 33 Fälle zu, auch zwei Tote waren auf den heimischen Straßen zu beklagen. Erfreulicher sieht die Kriminalitätsstatistik aus. Zwar nahm die Zahl der Straftaten um etwa 200 auf 2254 zu, von den im Polizeikommissariat Rinteln bearbeiteten Fällen, konnten allerdings ganze 66 Prozent aufgeklärt werden – „das ist die höchste Aufklärungsquote seit zehn Jahren“, zeigt sich Kripo-Leiter Jörg Stuchlik erfreut über die Arbeit seines Teams.

Besonders hoch ist die Aufklärungsquote bei den sogenannten Rohheitsdelikten gewesen, also Raub, Körperverletzung, Bedrohung und Stalking. Von den 232 Fällen wurden 207 von der Kripo aufgeklärt. Die Zahl der Körperverletzungen blieb mit 141 annähernd gleich, die Bedrohungsdelikte stiegen dagegen um 57 Prozent auf 44 Fälle, nur ein Fall konnte nicht aufgeklärt werden.

Besonders ermittlungsintensiv waren dabei zwei Fälle, über die unsere Zeitung ausführlich berichtet hat. Im Januar endete ein Rauschgiftgeschäft mit einer Messerstecherei, bei der zwei Personen verletzt wurden. Die Ermittlung der Polizei ist zwar abgeschlossen, ein Verfahren steht aber noch aus. Mit einem Freispruch wegen Notwehr endete eine weitere Messerstecherei am 10. Oktober vor einem Imbiss in der Mühlenstraße.

Von den 653 Diebstählen (Vorjahr 646) konnten 44 Prozent aufgeklärt werden, das sind acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Darunter fallen auch 49 Wohnungseinbrüche, darunter 15 in der Zeit bis 20 Uhr. „Hier scheint die intensive Präventionsarbeit der Polizei Früchte zu tragen“, sagt Rintelns Polizei-Chef Wilfried Korte.

Im Vorjahr gab es noch 51 Einbrüche, davon 25 in der Zeit vor 20 Uhr. Die Zahl der aufgeklärten Sachbeschädigungen (gesamt 194 Fälle) stieg von 24 auf 43 Prozent, da drei Graffiti-Gruppen ermittelt werden konnten. Von 372 Vermögens- und Fälschungsdelikten wurden 82 Prozent aufgeklärt.

Zwei Betrugsserien führten ebenfalls zu umfangreichen Ermittlungen. Mit einer Geldstrafe von 4000 Euro endete ein Verfahren gegen einen Rintelner Rechtsanwalt, der trotz entzogener Zulassung weiter als Anwalt tätig war. Noch nicht verhandelt wurde der Betrug eines ungarischen Staatsbürgers, der für etwa 10000 Euro mit seinen nicht-gedeckten Kontokarten einkaufte.

In 67 Fällen ermittelte die Polizei wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz – meist „weiche“ Drogen – und konnte 99 Prozent davon aufklären.

Die Verkehrsstatistik der Polizei verzeichnet 160 Unfälle mit Personenschaden, das ist die höchste Zahl seit fünf Jahren. Als Auslöser dafür sieht die Leiterin der Rintelner Schutzpolizei, Polizeihauptkommissarin Daniela Kempa, vor allem den warmen Winter. Auch die Unfallfluchten befinden sich mit 193 Fällen auf einem Fünfjahreshoch, aber die Zahl der aufgeklärten Fälle ist mit 79 Fällen so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr.

„Leider ist es heute nicht mehr selbstverständlich, dass man sich nach einem Parkschaden auch dazu bekennt“, sagt Kempa bedauernd. Immens wichtig seien in diesen Fällen Zeugenaussagen, betont die Polizistin und appelliert ein weiteres Mal, sich mit Beobachtungen bei der Polizei zu melden. „Das hat mit Denunziantentum nichts zutun.  jak

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