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600 Euro Gema-Gebühr für einen Walzer

Rinteln / Kulturring 600 Euro Gema-Gebühr für einen Walzer

Kulturarbeit bedeutet, wie es das Wort allein schon sagt, außer dem Vergnügen beim Genießen des kulturellen Angebotes zum Großteil auch Arbeit.

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Rinteln. Arbeit, die der Vorstand des Kulturrings Rinteln in Kürze schon wieder angeht, um das Programm für die Saison 2014/15 zu planen, kaum dass die ersten Veranstaltungen im Rahmen des aktuellen Aufführungskalenders 2013/14 gelaufen sind. Das Gerüst dafür werde in zwei Sitzungen am 12. und 14. November erarbeitet, kündigte Kulturring-Chef Einhard Bormann bei der Mitgliederversammlung an.

 Insgesamt seien die Besucherzahlen bei den Theaterstücken gestiegen und bei den übrigen Veranstaltungen konstant geblieben, stellte Bormann fest. „Ohne Geld ist Kultur nicht zu machen, ohne ideelle Unterstützung auch nicht.“ Eberhard Kirsch als Schatzmeister des Kulturringes bekräftigte, aus den „positiven Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr“ (1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013) nicht den Anstoß für Mehrausgaben ableiten zu können. Die Bilanz stelle sich allein aufgrund der Umstellung auf einen neuen Bilanzzeitraum „vor einigen Jahren“ vorübergehend gut im Plus dar. Davon abgesehen habe der Verein im Vergleich zur Vergangenheit „geringere Einnahmen in der Kasse“. Darum sein Appell: Die Einnahmesituation verbessern, sonst wird es eng.

 Der Kulturring sehe sich mit Mehrausgaben konfrontiert, so Kirsch, denn vor allem „Theateraufführungen werden teurer“, weshalb in der nächsten Saison Einsparungen vorgenommen werden müssten. Denn „auch die Nebenkosten neigen zu steigen“, wagte Kirsch einen Schritt ins Dichterische.

 Trotz finanzieller Herausforderungen und des Spagats, Wünsche mit dem finanziell Machbaren in Einklang bringen zu müssen, hat der Kulturring nicht nur seine eigenen Projekte im Blick, verdeutlichte Kirsch anhand eines Beispiels. Denn neben Förderungen musikalischer Veranstaltungen in St. Nikolai und der Jacobikirche habe auch das Blasorchester Feuerwehr Rinteln eine Unterstützung in Höhe von 1000 Euro erhalten.

 Insgesamt „ist festzustellen, dass wir positiv gewirtschaftet haben“, zog er abschließend die Verbindung zu den Planungen für das Veranstaltungsjahr 2014/15. Und dafür brauche es eine „glückliche Hand bei der Auswahl aus dem Angebot“. Denn Fehlgriffe beziehungsweise unliebsame Überraschungen seien nie gänzlich zu vermeiden. So wie bei der saftigen Gema-Rechnung von runden 600 Euro für einen einzigen Walzer von Franz Lehár, gespielt beim Neujahrskonzert 2013. Der Vorstand des Kulturrings: Einhard Bormann (von links), Juliane Weiss, Wolfgang Westphal, Eberhard Kirsch und Petra Mehrens. Es fehlt Marion Droste. who

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