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600 Euro als Wiedergutmachung

Urteil gefallen 600 Euro als Wiedergutmachung

Mit der Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Schadenswiedergutmachung in Höhe von 600 Euro ist nun der Betrugsprozess um einen manipulierten Tachostand zu Ende gegangen.

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Quelle: Symbolfoto (dpa)

Rinteln. Angeklagt war ein 36-jähriger Rintelner, der seinen Audi A 3 mit einem Kilometerstand von rund 150 000 an einen Schaumburger verkauft hatte.  Der tatsächliche Tachostand soll aber fast doppelt so hoch gewesen sein, etwa 290 000 Kilometer.

15 Jahre alter Wagen

Vor mehr als drei Jahren veräußerte ein Mann aus der Nähe von Münster den Audi A3 als Bastlerfahrzeug über eBay. Der 15 Jahre alte und defekte Wagen mit einem Kilometerstand von 290 000 wurde mit einem Transporter zum Angeklagten nach Rinteln gebracht. Unklar blieb, wer den A3 bei Münster gekauft und anschließend beim 36-Jährigen abgeliefert hatte. Der Angeklagte will es nicht gewesen sein.

Bei einer früheren Einlassung gab er an, er habe damit eine andere Person beauftragt und dieser einen Blankokaufvertrag mitgegeben. In Rinteln wurde der Audi sogleich vom 36-Jährigen und mehreren Bekannten umfangreich repariert, unter anderem wurde ein Austauschmotor eingebaut. Und der Mann las auch den Tachostand ab, der seinen Angaben zufolge bei 150000 gelegen haben soll. „Ich habe an dem Fahrzeug nichts manipuliert“, beteuerte er jetzt vor Gericht. Dafür habe er ja nicht mal das nötige Werkzeuge.

Annonce im Internet

Den flott gemachten Audi erhielt zunächst seine Frau. Ihr wurde das Fahrzeug als Familienauto dann aber zu klein, ein anderer Wagen wurde gekauft. Kurz darauf erschien der A3 als Kaufangebot im Internet mit einem Tachostand von 150 000. Während sich der Angeklagte im Sommer 2013 in einem Auslandsurlaub befand, hatte er eine entfernte Verwandte zum Verkauf des Wagens autorisiert. Diesen erwarb schließlich ein Mann aus Schaumburg und zahlte dafür 2000 Euro.

Schon bald gab es technische Probleme mit dem Auto, der Käufer wurde misstrauisch. Zufällig fand er beim Reinigen in einem Fach unter dem Lenkrad das Scheckheft des Audis mit dem deutlich höheren Kilometerstand. Der junge Mann wollte den Kaufvertrag rückabwickeln, das scheiterte jedoch. Er verkaufte nach 20000 weiteren gefahrenen Kilometern das Auto und erhielt dafür noch 600 Euro.

Eben diese Summe muss der Angeklagte an den Schaumburger überweisen. Dies entschied nun Richter Christian Rost, Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt stimmte dem zu. maf

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