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77 Kosmetikartikel für 600 Euro gestohlen

Prozess um Diebstah in Rinteln 77 Kosmetikartikel für 600 Euro gestohlen

Ein umfangreicher Diebstahl in einem Rintelner Warenhaus hat einer 20 Jahre alten Frau nun eine Geldstrafe von 150 Euro eingebracht. Die aus dem Kosovo stammende Angeklagte hatte gemeinsam mit ihrer Schwester 77 Kosmetikartikel im Gesamtwert von knapp 600 Euro in einem mitgeführten Kinderwagen gelegt.

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Rinteln. Diesen wollte sie anschließend durch den Eingang schieben und so den Laden verlassen. Während die junge Mutter die Tat teilweise einräumte, konnte gegen ihre mit angeklagte Verwandte nicht verhandelt werden: Sie soll sich zurzeit in Serbien aufhalten. Wo genau, wisse sie nicht, teilte die 20-Jährige mit. Richter Christian Rost stellte daraufhin das Verfahren gegen die abwesende Schwester vorläufig ein.

 Im August vorigen Jahres gingen die beiden Frauen mit einem Einkaufswagen, in dem ein Stoffkorb stand, und einem Kinderwagen in den Markt. Ein Detektiv beobachtete dann, wie sich die Schwestern in der Kosmetikabteilung auffällig umsahen. Beide nahmen diverse Schminkutensilien wie Lippenstifte, Lidschatten, Wimperntusche und Make-up aus den Regalen. Sie legten die Waren in den Korb und in den Kinderwagen.

 Anschließend wurde der Korb aus dem Einkaufswagen genommen und unten in der Ablage des Kinderwagens verstaut. Als die 20-Jährige mit dem Diebesgut den Laden durch den Eingangsbereich verlassen wollte, sprach sie der Detektiv an. Richter Rost ging davon aus, dass die geklaute Ware verkauft werden sollte, um damit an Geld zu kommen.

 Uneinigkeit herrschte letztlich unter den Prozessbeteiligten, ob auf die 20-Jährige Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht anzuwenden sei. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft plädierte für Jugendrecht und forderte als Sanktion 20 Stunden gemeinnützige Arbeit sowie das Absolvieren eines Deutschkurses. Dagegen erkannte Rost auf Erwachsenenstrafrecht, weil die Angeklagte unter anderem ganz allein aus dem Kosovo nach Deutschland gekommen war. Sie musste das Anerkennungsverfahren durchlaufen und hatte keine Erwachsenen, die ihr halfen. In ihrer Heimat hatte sie sogar die Aufsicht über ihre beiden jüngeren Brüder vom dortigen Jugendamt bekommen.maf

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