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Ab nächstem Jahr wird geerntet

Rinteln Ab nächstem Jahr wird geerntet

Zehn Jahre Generationenpark Rinteln – der Erfolg hält an. Zahlreiche Neubürgerchen kamen mit Eltern, Großeltern und Geschwistern am Samstag zur Pflanzstelle an der Alten Kasseler Landstraße.

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Petra und Xavier Mercier haben für ihr jüngstes Kind Louis den dritten Baum für ihre Familie gepflanzt. Mattes als großer Bruder hilft beim Einbuddeln.

Quelle: who

Rinteln. Das Apfelbaum-Pflanzen Jahrgang 2014 rechtfertigte in jeder Hinsicht den Namen und Charakter des Projektes.

 Der Generationenpark hat starken Symbolcharakter. So unterstrich Bürgermeister Priemer, der erstmals Schirmherr der Pflanzaktion war, bei der dieses Mal 29 Apfelbäumchen von den Eltern in die von den Mitarbeitern des Stadtgartenamtes vorbereiteten Gruben eingebracht wurden. Vor allem die direkte Nachbarschaft des Geländes zum Seetorfriedhof symbolisiere den Bezug zwischen der „Stätte des Lebens und der Stätte des Todes“.

 Ein Bäumchen der Sorte Altländer Pfannekuchenapfel soll Nele Hegemann aus Schaumburg durchs Leben begleiten. Mit der Nummer 270 schickte Priemer sie und ihre Familie als Erste zur Pflanzstelle. „Das ist schon unser dritter Baum“, verriet klein Neles Mama Melanie Hegemann. Schon vor sechs beziehungsweise drei Jahren wurden die Bäumchen von Neles Geschwistern Jolene und Lasse gepflanzt. Bäumchen Nummer drei setzte ihr Großvater Horst Habenicht in die Erde, der mit Oma Irene im Extertal lebt.

 „Ab nächstem Jahr werden die ersten Äpfel geerntet“, schätzte Neles Mutter, während ihre beiden „Großen“ Blumenzwiebeln in die Pflanzstelle verbuddelten, die der Vorsitzende des Imkervereins Rinteln, Klaus Koschnick, zur Erweiterung der Bienenweide im Generationenpark verteilte. Damit setze der Imkerverein Rinteln die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung fort, die im Zusammenhang stehe mit der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Imkerbundes.

 Ebenfalls ihr drittes Bäumchen (von der Sorte „Schöner aus Nordhausen“) buddelten Xavier und Petra Mercier ein für den kleinen Louis, der in diesem Frühjahr zur Welt kam. Und klar, dass sein älterer Bruder Mattes (im Sommer eingeschult) und Schwesterchen Ella ebenfalls ihre eigenen Apfelbäumchen haben und gemeinsam mit ihren Eltern besuchen. Und beinahe hätte Louis mit seinem Baum (Nummer 298) sogar noch die 300-er Marke geknackt. Priemer: „Bis jetzt wurden in jedem Jahr jeweils rund 30 Apfelbäumchen gepflanzt.“

 „Unseren ersten haben wir im Schnee gepflanzt“, berichtete Anika Golgath, während ihr Ehemann Dirk mit den drei älteren Kindern Yannick (8), Arwid (6) und Jan-Erik (3) bereits deren Bäumchen besuchte. Der vierte Baum sei ein Gravensteiner, gepflanzt für klein Justus, das jüngste Mitglied der Todenmanner Familie.

 „Wir hätten gerne noch eine andere (Apfel)-Sorte gehabt, wegen der Vielfalt“, verriet Anika Golgath. Die Auswahl sei aber nicht mehr so groß gewesen, „weil wir uns vertüddelt hatten und zu spät (zur Auswahl) kamen“. So rechnete es die Mutter von jetzt vier Kindern freimütig dem Umstand zu, dass mit dem Wachsen der Familie meist auch die Flexibilität sowie die Fähigkeit zum Improvisieren und aus jeder Sache das Beste zu machen zuzunehmen scheint.

 Ein jüngeres Beispiel für die sechs Golgaths: In diesem Herbst hatten sie erstmals geerntet. Aber nur „zwei Zwerg-Äpfel vom ersten Baum und so sauer“, berichtete Anika Golgath, ehe sie ihre Familie mit einem lauten Pfiff zum Sammeln für das Erinnerungsfoto am Gravensteiner-Bäumchen ihres jüngsten Kindes rief.

Von Werner Hoppe

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