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Alter Opel ist doch noch etwas wert

Freispruch für Rintelner in Betrugsverfahren Alter Opel ist doch noch etwas wert

Ein Prozess um den Verkauf eines alten „Opels“ hat nun für alle Beteiligten ein gutes Ende genommen: Das Betrugsverfahren gegen einen Rintelner (32), der den Gebrauchtwagen einer 26-Jährigen für 650 Euro verkaufte und das Geld für sich behielt, wurde eingestellt.

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Rinteln. Im Gegenzug ging die Frau nicht völlig leer aus: An sie muss der Angeklagte nun 100 Euro überweisen.

 Der Ursprung dieses undurchsichtigen Betrugsverfahrens liegt genau drei Jahre zurück. Damals stellte die heute 26-Jährige über einen gemeinsamen Bekannten den Kontakt zum Angeklagten her. Der Rintelner wurde von der Frau beauftragt, ihr ein „neues“ Auto zu besorgen. Dafür gab sie dem Mann, den sie zuvor nicht kannte, 2000 Euro. „Das war ziemlich blauäugig“, sagte sie jetzt dazu vor Gericht. Sozusagen als Vermittlungsprovision und Aufwandsentschädigung, so äußerten sich mehrere Beteiligte, sollte der Angeklagte ihren alten und scheinbar schrottreifen „Vectra“ bekommen. Der Rintelner, der damals keinen Führerschein hatte, machte sich dann mit seiner Partnerin auf die intensive Suche nach einem „neuen“ Wagen für die 26-Jährige.

 Deren Wunsch, am liebsten solle es ein Coupé sein, ließ sich für 2000 Euro allerdings nicht realisieren. Nach etlichen Fahrten in den Großraum Hannover wurde der Angeklagte schließlich in Wolfsburg fündig und kaufte dort einen „Astra“ für 1700 Euro. „Wir sind ja Hölle viel durch die Gegend gefahren“, erinnerte sich der 32-Jährige.

 Der Rintelner übergab den Wagen der 26-Jährigen, die im Gegenzug ihren scheinbar schrottreifen „Vectra“ auf seinen Hof stellte. Über dieses Auto soll der Mann gesagt haben, es habe Totalschaden, dafür würde sie nichts bekommen. Verträge über Kauf und Verkauf der Autos lagen offenbar nicht vor. Neun Monate später wunderte sich die 26-Jährige, dass sie ihren alten „Vectra“ auf dem Parkplatz eines Supermarktes sah. Der war nun angemeldet und hatte ein neues Nummernschild. Kontaktaufnahmen zum Angeklagten sollen daraufhin mehrfach gescheitert sein. Dieser hatte inzwischen Geld und viel Zeit in die Reparatur des alten Autos investiert. Weil er doch noch keinen Führerschein hatte, verkaufte er den „Vectra“ schließlich für 650 Euro.

 Letztlich stellte Richter Christian Rost das Betrugsverfahren mit Zustimmung von Staatsanwalt Günter Wilkening und des von Rechtsanwalt Thorsten Kretzer verteidigten Angeklagten ein. maf

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