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Sporangebote für Flüchtlinge Am Ball

Hilfe für die Flüchtlinge – was können die Sportvereine leisten? Diese Frage beschäftigte die Teilnehmer der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Rintelner Sportvereine (AG Sport).

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Fußballtraining beim SC Rinteln: Einige Flüchtlinge sind regelmäßig dabei.

Quelle: peb

Rinteln. Veronika Matamu, Flüchtlingssozialarbeiterin der Arbeiterwohlfahrt und Leiterin der Flüchtlingsunterkunft am Kerschensteiner Weg, zeigte sich erfreut über die Angebote der Rintelner Vereine. „Es ist fantastisch, was die Vereine in unserer Stadt innerhalb eines Jahres auf die Beine gestellt haben. Ein herzliches Dankeschön dafür.“ Besonders die Fußballvereine leisten hervorragende Arbeit, stellte Matamu fest. Einige Spieler seien in den Mannschaften schon fest integriert, würden regelmäßig am Training und Spielbetrieb teilnehmen. „Die Flüchtlinge finden jetzt schon selbstständig den Weg in die Vereine und werden dort herzlich aufgenommen. Die Hilfsbereitschaft der Spieler ist riesig. Die neuen Mitspieler werden sogar mit Schuhen und Sportkleidung versorgt“, berichtet Matamu.

Ersatz gesucht

Der SC Rinteln machte bis vor wenigen Tagen sogar ein Fußballangebot in der Prince Rupert School. Der Übungsleiter wechselt jedoch bald den Wohnort und steht nicht mehr zur Verfügung. Deshalb ist die AG Sport und auch der SC Rinteln auf der Suche nach kurzfristigem Ersatz. „Beim Kinderturnen erreichen wir Flüchtlingskinder über Kooperationen mit Schulen“, erzählt Christel Struckmann, Sprecherin der AG Sport. „Die Grundschule Exten konnte mit Hilfe der VT Rinteln sogar ein Extraangebot für Flüchtlingskinder einrichten.“

In der integrativen Boxstaffel der VT Rinteln nehmen mehrere Jugendliche und Erwachsene aus der Flüchtlingsunterkunft am Kerschensteiner Weg und aus Obernkirchen teil, die mit dem Fahrrad zum Training kommen. „Bei Flüchtlingen beliebte Sportarten wie Hockey, Football oder Rugby sind in Deutschland nicht so populär und in Rinteln werden sie gar nicht angeboten. Die Möglichkeiten für diese Sportarten sind hier einfach nicht vorhanden“, sagt Karl-Heinz Frühmark, Sprecher der AG Sport.

Mangel an Übungsleitern

Das Angebot für weibliche Migranten gestaltet sich schwierig. Die unterschiedlichen Kulturen machen sich hier besonders negativ bemerkbar. Angebote in den Einrichtungen wären hier eine Alternative, es konnten aber bisher keine Übungsleiter gefunden werden. „Das größte Problem unserer Vereine ist der Mangel an qualifizierten Übungsleitern, die für solche Aufgaben in Frage kommen könnten. Die Bereitschaft, zu helfen, ist da, die Möglichkeiten sind jedoch begrenzt“, stellt Struckmann fest.

Matamu bat die in der AG organisierten Vereine um Hilfe: „Wir brauchen unbedingt Fahrräder, Taschen, Sporttaschen, Rucksäcke, aber auch Kinderwagen sind Mangelware.“ peb

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