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Am Vatertag auf Polizisten losgegangen

Rinteln / Prozess Am Vatertag auf Polizisten losgegangen

18 Monate nach einer Auseinandersetzung mit Polizisten ist das Verfahren gegen einen Auszubildenden (22) wegen geringer Schuld eingestellt worden.

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Rinteln. In einem Fall um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährliche Körperverletzung mussten sich der junge Mann und ein Kumpel (19) für einen Angriff auf einen Polizisten in Zivil verantworten. Ort des Geschehens war eine Vatertagsveranstaltung in Hiddenserborn.

 Am Himmelfahrtstag 2012 trafen die beiden Heranwachsenden mit ihrer Gruppe auf eine etwa fünfköpfige reine Mädchenclique. Es kam zu Streitigkeiten zwischen den Parteien, die zwei Polizisten in Zivil schließlich beendeten. Sie forderten die Gruppen auf, sich zu trennen und in verschiedene Richtungen abzumarschieren.

 Die eine Clique kehrte dann aber um und kam noch einmal zurück. Es gab erneut Streit zwischen den jungen Leuten, ehe der Angeklagte und sein Kumpel auf einen Polizisten losgingen. Dabei schätzten die jungen Männer die Situation offenbar auch falsch ein, wollten vermutlich anderen zu Hilfe kommen. Während sein Kumpel einen Zivilbeamten in den Schwitzkasten nahm, eilte der Angeklagte hinzu und attackierte den Polizisten, den er als Zivilperson eingestuft hatte.

 Der Ordnungshüter ging zu Boden, erhielt dann aber Unterstützung von mehreren uniformierten Beamten. Bei der Rangelei wurde der Polizist leicht verletzt, zog sich Prellungen an Hüfte und Ellenbogen zu. Als der Angeklagte erkannte, dass es sich um Polizisten handelte, verhielt er sich gleich angemessen. Dagegen war sein Kumpel auch nach dem Anlegen von Handschellen immer noch aufgebracht und trat um sich. Er musste noch einmal zu Boden gebracht werden.

 Bereits Ende vergangenen Jahres wurde gegen die beiden jungen Angreifer vor dem Amtsgericht verhandelt. Das Verfahren ging damals ebenfalls mit einer Einstellung zu Ende – allerdings mit Auflagen: Der Auszubildende sollte insgesamt 350 Euro zahlen, sein damals beschäftigungsloser Kumpel 100 Stunden gemeinnützig arbeiten. Da der Azubi seiner Auflage nicht nachkam, musste gegen ihn jetzt erneut verhandelt werden.

 Richter Christian Rost hielt nun eine Einstellung ohne Auflagen für vertretbar, weil sich der Angeklagte gleich vernünftig und folgsam verhalten hatte, als er wusste, dass es sich um Polizisten handelte. maf

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