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Anderthalb Rintelner im Finale

Rinteln / Wettbewerb Citytalent: Entscheidung fällt im April Anderthalb Rintelner im Finale

Bis ins Halbfinale des Citytalents am Sonntag im Kaiserzentrum Löhne hat es  Rintelns Chorleiterin Natalia Olthoff geschafft. Sie ist aber nicht traurig, als es für sie nicht weitergeht.

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Michael Kluwe mit gereckter Faust ist wie zum Beispiel Harald Klieine Kracht (hinten r. aus Kleinenbremen) für das Finale qualifiziert.

Quelle: cm

Von Claudia Masthoff

Rinteln/Löhne. „Bei mir hat Musik schon einen festen Platz im Leben, und ich gönne es den jungen Leuten, wenn sie sich hier weiterentwickeln dürfen.“

Ins Finale geschafft hat es ein „halber“ Rintelner: Harald Kleine Kracht. aus Kleinenbremen – „gleich hinter Todenmann“. Er singt als Tenor mit stimmlicher Spannbreite bis zum Bariton klassische und populäre Stücke – das kommt bei der Jury gut an.

Weiter im Rennen ist auch die „Jimmy Harper Band“ um Rintelns Lokalmatador Michael Kluwe. Dieser und sein Bassmann Martin Brand – ein Schlagzeuger wird noch gesucht – freuen sich, dass ihr neues Projekt so gute Resonanz findet. Als Jimmy Harper singt Kluwe eigene Kompositionen mit englischen Texten, die, so Kluwe, „alle von den ersten und den letzten fünf Minuten einer großen Liebe handeln“. Es sei schon eine Herausforderung, mit eigenen Liedern vor das Publikum zu treten, meint der vielseitige Sänger.

„Ich habe ein gutes Auge für mein Publikum. Und wenn ich ein Programm aus Coversongs spiele, weiß ich meist genau, was den Leuten so gefällt, worauf sie anspringen. Eigene Songs sind da eher ein Wagnis“, erklärt Kluwe. Man zeige dabei auch mehr von sich selbst – müsse man auch, meint er, denn das Publikum spüre genau, ob der Sänger die Gefühle, über die er singt, wirklich auch schon erlebt habe.

40 Stücke hat Kluwe für das Jimmy-Harper-Projekt schon geschrieben, davon sind 25 auftrittsreif. Eine gute Voraussetzung für einen Finalisten, den jetzt im Vorfeld zur großen Finalshow am 25. April 2015 in der Mindener Kampa-Halle schon Extra-Auftritte erwarten.

Mit dem Ausscheiden der Blauen Jungs, Portas „Boy Group 80+“, wie ein Mindener Blatt titelte, sank der Altersdurchschnitt der Teilnehmer am Finale rapide. Für die gestandenen Künstler halten jetzt nur noch die Folkgruppe „The Foggy Few“ und Altrocker „Women Market“ die Fahne hoch. Sänger Fritz Griepentrog von „Women Market“ ist begeistert, mal vor einem ganz anderen Publikum aufzutreten. „Zu unseren Konzerten kommen sonst doch immer dieselben Leute. Man kennt sich. Dagegen ist dieser Wettbewerb erfrischend. Wir können mal wieder jemanden überraschen.“

Das Gros der Teilnehmer im Finale sind also junge Talente. Junge Sängerinnen, die mit Stimme, Selbstbewusstsein und Schönheit trumpfen können, junge Sänger, die sich zum Gesang auch wirklich virtuos auf der Gitarre begleiten. Nicht zuletzt zwei Deutsch-Rapper, die eine ansteckend lebendige Performance bieten. Es gibt auch den typischen Casting-Kandidaten: Issak Guderian, ein erst mal tapsig und unbeholfen wirkender junger Mann mit Bärchen-Ohren-Mütze, dem man auf den ersten Blick nicht so furchtbar viel zutraut. Kaum aber greift er zur Gitarre und fängt an zu singen, da entpuppt er sich als starkes musikalisches und stimmliches Talent. Ihm wurde am Sonntag folglich auch der Sponsorenpreis verliehen, was ihn zum Tagessieger dieses Halbfinales machte.

Auch auf tänzerische Acts kann sich das Finalpublikum freuen. Es werden zwei Breakdance-Formationen auftreten, die sich auf hohem tänzerischen und akrobatischen Niveau bewegen. Einrad und Vertikaltuch-Akrobatik, dargeboten von dem sympathischen Duo Bianca und Johanna, wird ebenfalls Teil des rundum abwechslungsreichen Programms werden.

Während der Pause, in der sich die Jury zur Beratung zurückzieht, treten die Breakdancer noch einmal auf. Einzelne Tänzer zeigen abwechselnd im Kreis ihr Können. Die beiden Beatboxer, die es mit ihrer Musik auf der Bühne als Einzelnummer nicht leicht gehabt haben und deshalb auch nicht weiter gekommen sind, scheinen plötzlich ganz in ihrem Element zu sein. Sie gestalten den rhythmischen Hintergrund für die Battle-Tänzer, die nun gar keine Musik von der Konserve mehr brauchen. Ah, dafür wird Beatboxen gebraucht!

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