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Angeklagte erscheint nicht

Prozess geplatzt Angeklagte erscheint nicht

Die Neuauflage eines Betrugsprozesses um einen Luxus-Kinderwagen ist nun vor dem Bückeburger Landgericht geplatzt. Der Grund: Die Angeklagte, eine 20-jährige Ostwestfälin, erschien nicht zur Verhandlung.

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Quelle: Symbolfoto

Rinteln/Bückeburg. In erster Instanz war sie vom Amtsgericht Rinteln vom Vorwurf freigesprochen worden, einen Kinderwagen gleich zweimal in betrügerischer Absicht für 280 Euro verkauft zu haben. Mit diesem Urteil war die Staatsanwaltschaft nicht einverstanden und legte Berufung ein.

„Die Vorführung ist problematisch“, sagte Landgerichtspräsidentin Eike Höcker im Hinblick auf die nicht anwesende Ostwestfälin. Denn die 20-Jährige ist Mutter von mehreren kleinen Kindern. Deshalb soll zunächst eine Vertreterin der Jugendgerichtshilfe mit der Angeklagten sprechen und vor einer neuen Verhandlung einen Bericht erstellen.

Der Fall: Im Februar 2013 bot die mehrfache Mutter über unterschiedliche Internet-Verkaufsportale einen Luxus-Kinderwagen mit Aluminium-Gestell zum Kauf an. Es meldeten sich zahlreiche Interessenten, unter anderem eine junge Frau aus Düsseldorf. Die 27-Jährige nahm per E-Mail Kontakt zur Ostwestfälin auf, kaufte den Wagen für 280 Euro und überwies das Geld wie vereinbart auf das Konto der Angeklagten.

Geliefert wurde die Ware allerdings nie. Auch etliche Versuche der Düsseldorferin, die Verkäuferin ans Telefon zu bekommen, scheiterten. Stattdessen veräußerte die junge Mutter den Kinderwagen an eine andere Interessentin, die zu ihr nach Hause gekommen war und den Wagen gleich mitgenommen hatte. Auch von ihr kassierte sie 280 Euro. Eigentlich habe sie aber schon mit der Düsseldorferin das Geschäft abwickeln wollen, hatte die Angeklagte sinngemäß in erster Instanz geäußert.

Das Amtsgericht hatte sie damals freigesprochen, weil ihr nach dessen Auffassung nicht nachgewiesen werden konnte, dass sie von Anfang an die Düsseldorferin prellen wollte. Anderer Meinung war vor dem Amtsgericht der Staatsanwalt, der eine Verurteilung wegen Betruges forderte. Er beantragte außer einer Geldauflage (100 Euro) auch eine Schadenswiedergutmachung (280 Euro). maf

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