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Angst vor der nächsten Flut

Hochwasser in Rinteln Angst vor der nächsten Flut

Es krachte um Mitternacht, schilderte ein Anwohner der Ossenbeeke. Dann habe er die Bescherung gesehen, ein Baum hatte seine Gartenlaube an der Exter zerdrückt, der zum reißenden Fluss angeschwollene Bachlauf hatte mehrere Baumstämme zusammengeschoben.

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Der Damm hinter den umgestürzten Bäumen. Das kann nur mit schweren Gerät geräumt werden.

Quelle: wm

Exten. Aus Ästen, Bruchholz und Unrat entstand im Laufe der Nacht ein richtiger Damm, der die Exter fast bis vor seine Haustür aufstaute. Auch die Wiesen auf der anderen Seite zur Straße „Auf dem Kehl“ sind überflutet worden.

 Es sind vor allem Erlen und Eschen, die bereits während des Hagelsturms Mitte Juli an der Exter gekippt sind. Ursache ist ein Pilz, der vor allem Erlen absterben lässt. Er verursacht Wurzelfäule. Dann kippen die Bäume um. Das Erlensterben hat sich vor allem über Wasserläufe ausgebreitet. Und die Schwarzerle ist mit der häufigste heimische Baum an Wasserläufen.

 Der Anwohner fürchtet jetzt, sollte das Hindernis nicht rechtzeitig vor dem nächsten Dauerregen beseitigt werden, könnte die Exter noch höher steigen, das Wasser ins Haus laufen. Extens Ortsbürgermeister Bernd Kirchhoff betonte gestern in einem Telefongespräch, der zuständige Verbandsingenieur Hans Siever vom Unterhaltungsverband Exter-Wesertal sei über die Situation informiert.

 Siever wiederum schildert, das Problem sei, dieser Uferbereich an der Exter sei schwer zugänglich. Der Damm könne nur vom Kehl her abgeräumt werden. Die Bäume hätten sich derart ineinander verhakt, dass sie auseinandergezogen werden müssten. Von der Ossenbeeke aus zu arbeiten sei viel zu gefährlich. Mit den Arbeiten sei bereits das darauf spezialisierte Unternehmen Deister-Top in Barsinghausen beauftragt.

 Die Dammräumer wiederum müssen mit schwerem Gerät auf die Wiese, das bedeutet ein 11 Tonnen Bagger, dazu Mulde und Schredder. Das sei aber erst möglich, wenn die Wiese einigermaßen trocken ist. Landwirt Werner Radler, dem die Weise gehört, geht davon aus, dass das in der nächsten Woche möglich ist. Wenn es nicht wieder heftig regnet.

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