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Anregende Stimmung bei Musik und Menü

Rinteln / „Sinnesfreuden“ Anregende Stimmung bei Musik und Menü

Immer im November lädt der Kulturring zu seiner reizvollen Veranstaltung „Rintelner Sinnesfreuden“ in den Ratskeller ein. Die Waldkaterküche serviert dann ein Menü, zwischen dessen Gängen Künstler mit Wort oder Musik die meistens etwa 50 Gäste unterhalten.

Rinteln (cok). Diesmal war es anders als sonst: Das Jazzduo „Eye Kontakt“ spielte gefällige Klassiker, die wie eine Bar-Musik die Plaudereien an den Tischen begleiteten.

 Dass die Gäste auch während des Spiels ihre Gespräche kaum unterbrachen, spricht nicht gegen die beiden Musiker, den australischen Trompeter Govinda Abbott und den polnischen Gitarristen Matthäus Krzywdzinski, die im Übrigen unter anderem mit Nina Hagen, Nils Landgren oder auch der German Philharmonic Big Band auftraten. Die beiden bildeten ein sympathisches Paar, das nicht nur sein Genre rund um Dixieland, Swing und großartigen Jazz-Klassikern perfekt beherrscht, sie machten auch ihrem Namen „Eye Kontakt“ alle Ehre, indem sie ständig über ihre Blicke mit dem Publikum in Kontakt traten.

 Dadurch entstand eine anregende Stimmung, in der es sich gemütlich auch an solchen Tischen plaudern ließ, wo die Gäste einander zum Teil nicht kannten. Wie zwanglos sich ein Smalltalk führen lässt, wenn man in kleinen Gesprächspausen verstärkt der Musik die Aufmerksamkeit zuwenden kann, ohne dabei einfach maulfaul zu wirken. Was dabei ein bisschen schade ist: Die eigentliche Klasse der Musiker, beide Soli-Virtuosen, konnte in dieser Konstellation von Herbst-Menü, netten Unterhaltungen und neu geordertem Bier und Wein nicht so gewürdigt werden, wie es in einem konzertähnlicheren Arrangement unbedingt der Fall gewesen wäre.

 Abbott und Krzywdzinski ließen sich aber nicht die Laune verderben. Sie verzichteten nach einer Weile einfach auf die Ansage der Titel und spielten sich lächelnd auf ihre Rolle als Hintergrund-Musiker ein. Durch ihre gelassene Art des niveauvoll-dezenten Musizierens gaben sie den Gästen das Gefühl, in einem besonders beschwingten Rahmen aufeinander gestoßen zu sein.

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