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Arbeitsstunden für Schlägerei

Gericht verurteilt 19-Jährigen Arbeitsstunden für Schlägerei

Genau ein Jahr nach einer wilden Schlägerei im Gebäude der Berufsbildenden Schulen in Rinteln ist nun ein Schüler (19) wegen Körperverletzung belangt worden.

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Rinteln. Richter Christian Rost war überzeugt davon, dass der Angeklagte einem Klassenkameraden (17) auf dem Schulflur einen Schlag in die Nierengegend versetzt hatte. Dabei ging das Opfer zu Boden und litt danach unter Übelkeit, Schmerzen und Atemproblemen. „Sie haben da zugelangt“, wandte sich Rost an den 19-Jährigen und erlegte ihm unter Anwendung von Jugendrecht 40 Stunden gemeinnützige Arbeit auf.

 Damit folgte er am Ende des zweiten Prozesstages mit insgesamt knapp einem Dutzend gehörter Zeugen dem Antrag von Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt. „Dieser Schlag war schon massiv“, konstatierte Schmidt. Dagegen stritt der Angeklagte vor Gericht jegliche Tatbeteiligung ab.

 Der Fall: Während einer Pause an den Berufsbildenden Schulen entwickelte sich auf dem Gang eine zunächst harmlose Rangelei zwischen dem späteren Opfer und einem gleichaltrigen Mitschüler. Dieser nahm den Konkurrenten in den Schwitzkasten, als plötzlich eine dritte Person den 17-Jährigen von hinten in die Nierengegend schlug. In Gegenwart mehrerer Schüler stürzten die beiden ursprünglichen Streithähne, es kam zu einer tumultartigen Auseinandersetzung. Vor Gericht leugnete der Angeklagte den verhängnisvollen Schlag, die beiden zu Boden gegangenen jungen Leute hatten den Täter nicht erkennen können. Dagegen versicherten einige andere Schüler, der 19-Jährige habe zugelangt. Sie identifizierten ihn anhand seiner auffälligen Kleidung.

 Im Anschluss an den Vorfall wurde der Angeklagte dem Vernehmen nach sofort nach Hause geschickt und später für drei Monate suspendiert. Nach dieser Zeit hat er seinen Abschluss gemacht. „Im Moment haben wir keine Probleme mit ihm“, berichtete abschließend ein Lehrer. maf

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