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Archäologischer Fund an der Ritterstraße

Rinteln Archäologischer Fund an der Ritterstraße

Dort, wo an der Ritterstraße in Rinteln noch in diesem Jahr ein Wohnhaus entstehen soll, sind jetzt Mauerreste und Pflasterungen gefunden worden, die der Kommunalarchäologe Jens Berthold auf das Mittelalter zurückdatiert.

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Die Bauarbeiten haben noch gar nicht richtig angefangen, da müssen sie schon unterbrochen werden.

Quelle: pk

Rinteln. Deswegen mussten die Bauarbeiten jetzt unterbrochen werden. Archäologische Ausgrabungen werden folgen. Wie lange diese andauern, hängt von der Bedeutung der Funde ab.

In einer alten Stadt wie Rinteln müsse man damit rechnen, auf archäologische Fundstücke zu stoßen, teilen sowohl Berthold als auch Baudezernentin Elena Kuhls mit. Mitte vergangenen Jahres trat die Stadt Rinteln der Kommunalarchäologie bei (wir berichteten). Damit soll sichergestellt werden, dass archäologische Funde erfasst und historisch eingeordnet werden können, bevor Bauvorhaben vollends in die Tat umgesetzt werden.

An der Ritterstraße 2 sind im Rahmen der Bauarbeiten bei Bodenausgrabungen Schichtenabfolgen festgestellt worden, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen sollen. „Es kann aber auch sein, dass sie noch älter sind“, mutmaßt Berthold. Das sei sogar wahrscheinlich. Momentan sei allerdings noch nicht viel zu sehen, nur so viel: „Da ist was – und es ist rappelvoll“, sagt Berthold und listet auf: „Abfälle, Baumaterial von Abbrüchen, Stampflehmboden, Mauerreste und Kopfsteinpflaster.“ Die Funde liegen in einer Tiefe von anderthalb Metern. Das bedeute, dass die Stadt damals entsprechend tiefer gelegen habe, als es heute der Fall sei, so Kuhls.

Darüber, was sich im Mittelalter an der Stelle der heutigen Ritterstraße 2 befunden hat, liegen keine Kenntnisse vor. „Die ältesten Karten gehen ins 18. beziehungsweise 19. Jahrhundert zurück“, sagt Berthold. Deshalb seien solche Funde ja so interessant. Sie können erstmals Aufschluss über die damalige Stadtgestaltung geben. „Schriftquellen aus dieser Zeit gibt es nämlich nicht“, so der Kommunalarchäologe.

Die jetzt anstehenden Ausgrabungen in der Altstadt sind ein Novum. „Bislang hat es in der Kernstadt noch keine reguläre Ausgrabung nach heutigen Maßstäben geben“, erläutert Berthold. Erst mit dem Beitritt der Stadt zur Kommunalarchäologie gehen mit erteilten Baugenehmigungen Auflagen einher, an die sich der Bauherr, hier Veit Rauch, halten muss. Wie lange die Bauarbeiten unterbrochen werden müssen, wird vom Ausmaß der Funde abhängen. pk

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